Das Freibad ist tatsächlich offen

Bei herrlichem Sommerwetter haben die Schnaittacher (vor allem natürlich die Jugend) gestern Nachmittag „ihr“ neues Freibad angenommen. Bis sie am frühen Abend vom erneuten Regen wieder aus ihrem Paradies vertrieben wurden2011/08/27829_New_1313345467.jpg

SCHNAITTACH – Am Samstag war es tatsächlich soweit: Die Schnaittacher durften „ihr“ Freibad wieder in Beschlag nehmen. Doch nach zwei Jahren Umbauzeit und immer wieder verzögertem Termin spielte zur Eröffnung nicht einmal das Wetter mit. Bei frühlingshaften 20 Grad Lufttemperatur und Schauern wagten sich am Vormittag nur Mutige oder Badegäste mit einem Neoprenanzug ins immerhin 17 Grad „warme“ Wasser, erst am Nachmittag verzogen sich wenigstens die Regenwolken und am gestrigen Sonntag dann herrscht schon reges Treiben.

Bei allen Besuchern dominierte dennoch die Freude darüber, dass das Bad endlich wieder offen ist – der Ärger über die vielen Verzögerungen war spätestens beim Anblick der neuen Anlage verflogen.

Eine große Feier gab es zur Eröffnung wie angekündigt nicht: Nur der Vorsitzende des Fördervereins Bad Schnaittach, Oliver Unterburger, und die zweite Bürgermeisterin Karin Müller richteten einige Worte an die Gäste. Unterburger, der alle drei Entwicklungsstufen des Schnaittacher Bads gesehen hat, konstatiert: „Dieses Bad ist das schönste von allen dreien“. Er dankte, ebenso wie Müller, den Bademeistern sowie allen, die bei der Fertigstellung des Bades mitgeholfen hatten. Auch die Mitglieder des Fördervereins, erzählt er, hätten selbst mit angepackt.

Jetzt fehlen nur noch die neuen Mietkabinen, laut Unterburger ein „Markenzeichen“ des Schnaittacher Bads. Denn diese Kabinen für Dauergäste werden in Freibädern immer seltener. Außerdem können die Gäste in diesem Jahr erst den Teil der Liegefläche nutzen, auf dem Rollrasen ausgelegt wurde. Die restliche Fläche wurde angesät und darf deshalb noch nicht betreten werden.

Alexander Nagengast, seit letztem Jahr Betriebsleiter und Bademeister des Freibads, schätzt die Besucherzahl eineinhalb Stunden nach der Eröffnung auf immerhin etwa 300 bis 350 Leute. Bei Sonnenschein hatte er sich auf etwa tausend Gäste eingestellt, doch bei diesem Wetter sei er auch mit 300 durchaus zufrieden. Er rechnet mit vielen Neugierigen, die sich das Bad bei schönerem Wetter noch anschauen werden.

Anders als die Besucher, die verständlicherweise die gepflegten Grünanlagen, die neue Wellenrutsche und die ebenerdige Wasserfläche loben, sieht er die größten Verbesserungen bei der Wasseraufbereitung und der Dichtheit der Becken. Vor dem Umbau hatten die Becken sehr viel Wasser verloren, so dass immer wieder neu nachgefüllt werden musste. Weil die Becken jetzt dicht sind, kann das Wasser wärmer werden und das Bad benötigt weniger Chemikalien. Außerdem wird das Wasser von Schwimmer- und Nichtschwimmerbecken jetzt getrennt aufbereitet, was ebenfalls einen gezielteren und geringeren Einsatz von Chemikalien ermöglicht.

Auch Loreen Wolf, , zuständig für den Freibadkiosk „Tausendschönchen“ freut sich. Das Bad ist sehr ansprechend gestaltet, besonders gefällt mir der flauschige Rasen. Es ist schön, dass das Bad in diesem Jahr noch aufgemacht hat, und jetzt hoffe ich natürlich auf schönes Wetter. Heute werden im Kiosk allerdings mehr die warmen Speisen nachgefragt und natürlich Kaffee und Tee. Aber ich habe auch schon ein Eis verkauft. Nach dem Dienst springe ich auch selbst ab und zu mal ins Wasser.

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N-Land Alisa Müller
Alisa Müller