Aktionstag in Röthenbach

Rund 400 Senioren lassen sich impfen

Sechs Ärzte impften am Sonntag in Röthenbach die über 70-Jährigen. Eingeplant waren dafür insgesamt 400 Dosen. | Foto: Brinek2021/12/DSC1401_DxO-scaled.jpg

RÖTHENBACH – Eine Sonderaktion in Röthenbach bot am Sonntag die Chance, auch ohne Online-Anmeldung an einen Impftermin zu kommen.

Nicht jeder Ältere ist fit beim Umgang mit dem Internet und beherrscht die Anmeldeformalitäten, die das Impfportal des Freistaats vorsieht. Beim Versuch, an einen Termin zu kommen, seien sie fast verzweifelt, berichteten am Sonntag etliche Besucher des Impfzentrums in Röthenbach.

Dort fand ein Sonderimpftag für die Altersgruppe ab 70 Jahren statt. Besonderheit: Die Organisatoren hatten statt der obligatorischen Onlineanmeldung eine telefonische Vergabe der Termine ermöglicht. Der Umstand, dass dies sonst nicht möglich ist, war in der Vergangenheit einer der Hauptkritikpunkte vieler Älterer.

Das Landratsamt Nürnberger Land wollte dem gemeinsam mit den Maltesern, die das Impfzenrum betreiben, begegnen. Denn besonders ältere Menschen sollten ihren Impfschutz jetzt auffrischen. „Wir haben weder Kosten noch Mühen gescheut, um für die besonders vulnerable Gruppe der über 70-Jährigen dieses außerplanmäßige Angebot zu schaffen“ so Michael Kleider, Verwaltungsleiter des Impfzentrums.

Keine langen Schlangen

Durch die vorherige Vergabe von rund 300 Terminen gab es keine langen Schlangen am Eingang des Impfzentrums in der Sulzbacher Straße. Es ging alles ruhig und geordnet vonstatten. Sechs Ärzte und 20 Mitarbeiter machten freundlich und unaufgeregt ihre Arbeit. Und Projektleiter Roland Schiffmann von den Maltesern freute sich über die Impfbereitschaft der Senioren.

Da auch Impfwillige ohne Termin erschienen – eigentlich so nicht vorgesehen –, waren Kleider und Schiffmann optimistisch, dass die 400 vorhandenen Impfdosen am Abend aufgebraucht sein werden.

Schiffmann, Leiter der Rettungsdienststelle der Malteser in Nürnberg, appelliert dringend an alle, sich impfen zu lassen: „Als Rettungsdienstler, der selbst fast täglich bei Noteinsätzen dabei ist, kann ich sagen, dass über 90 Prozent aller extrem erkrankten Corona-Patienten ungeimpft sind“, sagt er. Bei den restlichen zehn Prozent handle es sich um Geimpfte, deren Erkrankung meist einen erheblich milderen Verlauf nimmt.

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