Offene Türen in Rückersdorf

Proppenvoll war der Saal des evangelischen Gemeindezentrums beim Neujahrsempfang. Nach den Ansprachen – hier von Kirchenvorstands-Vertrauensmann Wolfgang Schmauß – war Gelegenheit zu Gesprächen. Foto: T. Kohl2010/01/20100112_rueckersdneujahrsempf297_big.jpg

RÜCKERSDORF (ko) – Eine Gemeinde, gleich ob kirchlich oder weltlich, lebt durch die Gemeinschaft der Menschen. Das wurde beim Rückersdorfer Neujahrsempfang deutlich, den der Verein für Jugend und Gemeinde und die evangelisch-lutherische Kirchengemeinde schon zum 13. Mal organisierten.

Die Veranstaltung im evangelischen Gemeindezentrum am Steinbruchweg ist gewissermaßen «der Neujahrsempfang» in Rückersdorf, da die Kommune keinen eigenen durchführt. So trafen sich hier auch heuer wieder Vertreter der Kirchengemeinden, Kommunalpolitik, pädagogischen Einrichtungen, Geldinstitute und Vereine.

Türen bildeten diesmal das Leitthema des Abends. «Welche werden sich in diesem Jahr öffnen? Müssen vielleicht Türen geschlossen werden?», fragte Wolfgang Schmauß, Vertrauensmann des Kirchenvorstandes, in seiner Ansprache. Im Rückblick auf 2009 nannte er eine herausragende Türöffnung: die Einweihung des Hauses Kirchgasse 1.

2010 wird spannend, versprach Jugendleiter Alexander Stief. Er kündigte ein neues «Konfi-Projekt» an, das den Jugendlichen eine abwechslungsreiche, interessante und bereichernde Konfirmandenzeit bieten soll, an die sie sich gerne erinnern. «Sie wird nur noch ein Jahr dauern, dafür aber sehr kompakt sein.»

Pfarrer Heinrich Tauber würdigte das ehrenamtliche Engagement von Gemeindegliedern, wies auf den Sanierungsbedarf bei der Heizung des Gemeindezentrums hin («Vielleicht gibt es eine gemeinsame Lösung mit der politischen Gemeinde bei der Baumaßnahme Waldschule?») und kündigte an, dass es ab September hier im Haus nur noch zwei Kindergartengruppen, dafür aber voraussichtlich eine zweite Hortgruppe gebe.

Eva Rößel-Hauser, Vorsitzende des Vereins für Jugend und Gemeinde, kündigte das Jugendprojekt «To the Move» an: Junge Leute zwischen 12 und 20 Jahren treffen sich wöchentlich und stellen innerhalb eines Jahres eine Bühnenshow auf die Beine. Es werden noch Schauspieler gesucht.

Landrat Armin Kroder und Bürgermeister Peter Wiesner würdigten den Gemeinschaftsgeist, der in Rückersdorf gut zu spüren sei. Eine lebendige Gemeinde könne die anstehenden Herausforderungen bewältigen. Der katholische Pfarrer Schwarzmann stellte fest, dass die Ökumene hier auf vielfältige Weise lebt.

Nach den Reden, die Jörg Bullerschen mit Musikstücken auflockerte, konnten die Besucher bei einem Imbiss miteinander ins Gespräch kommen und einen attraktiven Wandschmuck betrachten: Bilder aus einem kreativen Workshop mit Georg Link im Gemeindezentrum.

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