Studenten entwickeln Konzept

Ideen fürs Rückersdorfer Schloss

Studenten der Georg-Simon-Ohm-Hochschule werden sich Gedanken über die Zukunft des alten Rückersdorfer Tucherschlosses machen. Foto: Kohl2013/02/58553_rueckersdorfschlossgemeinderat-tk_New_1361363465.jpg

RÜCKERSDORF — Zukunftsperspektiven für das alte Rückersdorfer Tucherschloss: Studenten der Georg-Simon-Ohm-Hochschule in Nürnberg werden ein Nutzungskonzept für das Areal an der Schlossgasse entwickeln, teilte Bürgermeister Peter Wiesner in der Februar-Gemeinderatssitzung mit. Eine akute Aufgabe für die Gemeinde ist die Schaffung zusätzlicher Hortplätze. Als Übergangslösung sind Räume im BRK-Kindergarten neben der Waldschule im Gespräch.

Das Rückersdorfer Schloss ist ein im Ort zwar sehr bekanntes, aber eben auch eher unscheinbares Anwesen im Ortskern, nicht weit von der B 14 entfernt. Das Heimatmuseum hat im rückwärtigen Teil seine Heimat gefunden, auf den Freiflächen finden gelegentlich gesellige Veranstaltungen statt, weshalb das Ensemble nicht nur den Rückersdorfern bekannt sein sollte. Der optische Eindruck des Bauwerks von der Straße aus ist allerdings – gelinde gesagt – bescheiden. Was tun? Diese Frage beschäftigt die Gemeindeverantwortlichen schon lange, aber bisher ohne konkretes Ergebnis. Die Bausubstanz ist mürb, die Raumgrößen sind unzeitgemäß.

Architektur-Studenten der Georg Simon-Ohm-Hochschule mit Professorin Nadja Letzel werden nun im Sommersemester Konzepte entwickeln, wie der alte Bau neue Aufgaben erfüllen kann, berichtete Bürgermeister Wiesner. „Es wird uns etwa 5000 bis maximal 10 000 Euro kosten“, sagte er. Die Studenten können auf vorhandene geschichtliche Dokumentationen zurückgreifen, sodass sie sich allein mit Gegenwart und Zukunft dieses Areals beschäftigen müssen. Die Masterarbeiten seien wohl spätestens in einem Jahr fertig, meint er. Für Sanierungsmaßnahmen seien Städtebaufördermittel denkbar.

Ganz so viel Zeit hat die Gemeinde nicht, was die Schaffung weiterer Hortplätze angeht. Ab September werden wohl 14 zusätzliche Plätze benötigt. Als Übergangslösung für zwei Jahre will man Raumkapazitäten im BRK-Kindergarten neben der Waldschule nutzen. Dabei müssten die Kleinen zum Turnen in die Turnhalle oder die Aula der Schule ausweichen. Grundsätzlich steht über dem künftigen Raumbedarf ein großes Fragezeichen – weil noch niemand weiß, wie sich die Schulstrukturen in Bayern nach der Wahl entwickeln. Klar ist nur: Die Kinderbetreuung wird die Gemeinde viel Geld kosten.

Die Energiewende zwingt auch Kommunen zum Handeln. Die Rückersdorfer Unabhängigen Wähler (RUW) beantragten, dass die Gemeinde die Nutzung von Photovoltaik ausbauen solle – durch Anlagen auf eigenen Flächen und die Förderung privater Initiativen. Der Bürgermeister erklärte, dass verschiedenste Möglichkeiten geprüft worden seien. PV-Anlagen an den Lärmschutzwällen neben der Bahnstrecke wären wegen der Baum-Schatten wenig sinnvoll, man prüfe aber die Idee einer großflächigen 356-kW-Solaranlage auf dem Gelände des Gemeinde-Wasserwerks. Bei diesem gut 10 000 Quadratmeter großen Grundstück brauche man für eine Solaranlage die Zustimmung des Wasserwirtschaftsamtes.

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