Studenten stellen Konzept in Rückersdorf vor

Bald kommt Leben ins Schloss

Das Rückersdorfer Schloss soll aus dem Dornröschenschlaf geküsst werden – möglichst mit Zuschüssen. Foto: Kohl2013/09/70321_RueckersdorfSchlossko1_New_1380211568.jpg

RÜCKERSDORF — Das alte Rückersdorfer Tucherschloss soll aufpoliert und teilweise neu genutzt werden. Am Donnerstag, 17. Oktober, stellen Studenten der Technischen Hochschule Nürnberg im Rathaus ihre Konzepte vor. Um leichter an Zuschüsse zu kommen, beschloss der Gemeinderat den Beitritt zur „Lokalen Aktionsgruppe (LAG) Gesundheitsregion Hersbrucker Land“.

Die Situation ist wohl allen Rückersdorfern und vielen Besuchern bekannt: Zwischen der B 14 und dem attraktiven Schmidtbauernhof-Veranstaltungsgelände liegt das alte Tucherschloss. Zu ihm gehören das urige Heimatmuseum und die Schlosswiese, auf der immer wieder gemütliche Feste stattfinden. Aber
der Rest ist in einem traurigen Zustand.

Da kam der Gemeinde ein Angebot der Technischen Hochschule Nürnberg sehr gelegen: Studenten der Architekturfakultät machen sich Gedanken über Sanierungs- und Nutzungsmöglichkeiten. Am 17. Oktober sollen sie im Rathaus präsentiert werden, bei einer Sitzung des Gemeinderats-Kulturausschusses. Beginn ist um 20 Uhr, wobei Modelle schon etwa eine halbe Stunde vorher im Foyer zu betrachten sind.

Unterstützung gesucht

Klar, die Sanierungen und Umbauten kosten viel. Auch wenn die Lagebeschreibung des Kämmerers in der jüngsten Ratssitzung überraschend positiv klang, muss die Gemeinde nach Geldquellen für dieses Projekt suchen. Der Beitritt zur „Lokalen Aktionsgruppe Gesundheitsregion Hersbrucker Land“ scheint ein guter Weg zu sein, um Zuschüsse für solche Planungen und Konzepte zu erhalten. Die LAG, die ursprünglich auf den Altlandkreis Hersbruck beschränkt war, soll auf das ganze Nürnberger Land ausgeweitet werden.

Der Mitgliedsbeitrag, egal ob er von der Gemeinde selbst zu zahlen ist oder vom Landkreis getragen (und dann wohl auf die Kommunen umgelegt) wird, steht zwar noch nicht auf Euro und Cent fest. Die Rückersdorfer Gemeinde-Verantwortlichen erwarten aber, dass der Beitritt sich lohnt, da er wohl Geld für das Schloss-Konzept fließen lässt und danach – bei der praktischen Umsetzung der Planung – weitere Bezuschussungen erleichtert. Sie freuen sich über das Angebot der Hochschul-Projektbetreuerin Martina Dietrich, bei der Antragstellung zu helfen.

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