Seit Samstagnachmittag zwischen Rückerdorf und Behringersdorf

B14-Total-Sperre nach Rohrbruch

Gegen 15 Uhr am Samstagnachmittag, nach dem Bruch der Rannaleitung unter der B 14 bei Rückersdorf, strömt das Wasser zu beiden Seiten der Straße aus dem Bankett (links). Am Sonntag (Foto rechts) war eine omnibusgroße Baugrube ausgehoben und das Malheur wurde sichtbar: Eines der 100 Jahre alten Gussrohre war auf eine Länge von vier Metern aufgerissen2012/10/52498_rannaleitungbruchwassersprudeltrueck_New_1350836164.jpg

RÜCKERSDORF — Auf jeden Fall das gesamte Wochenende über, vermutlich aber noch länger, ist die B14 zwischen Rückerdorf und Behringersdorf vollkommen gesperrt. Grund ist der Bruch der sogenannten Rannaleitung, einer Hauptwasserleitung für die Stadt Nürnberg, die direkt unter der Bundesstraße verläuft.

Die genau 100 Jahre alte Leitung hat einen Durchmesser von fast einem Meter, entsprechend viel Wasser trat an der Leckstelle einige hundert Meter vor Rückersdorf aus. Tausende Liter unter kräftigem Druck stehendes Wasser hoben zunächst die Teerdecke auf der gesamten Breite der B14 einenhalbden Meter in die Höhe und spudelten dann zu beiden Seiten der Fahrbahn heraus. Dabei wurden Sand und Schotter aus dem Unterbau herausgespült. Über den tieferliegenden Radweg strömten die Fluten in die Pegnitzwiesen, wo sie schnell ein kleinen See bildete.

Gegen 14.30 Uhr am Samstagnachmittag sperrten deshalb Polizei und Feuerwehr die B 14 zwischen Rückersdorf und Behringsdorf für den gesamten Verkehr. Zu groß ist die Gefahr, dass durch die Ausspülung die Fahrbahn einbrechen kann. Kurzfristig gesperrt wurde auch der Radweg, um eine Gefährdung für Fußgänger und Radler auszuschließen.

Ein Einsatzteam des Nürnberger Wasserversorgers N-ergie konnte nach etwa einer Stunde den gesamten Leitungsabschnitt zwischen Rückersodorf und Nürnberg absperren und den Druck vom Leck nehmen, sodass dann der Wasserfluss aufhörte. Nach der Notfallstraßensperrung durch die Feuerewehren in Rückersdorf und Behringersdorf, hat am Spätnachmittag das Straßenbauamt die Bundesstraße offiziell für zwei Tage dicht gemacht. Wie lange die Sperre aufrechterhalten bleiben muss, konnte gestern noch nicht gesagt werden.

Jetzt müssen Spezialisten der N-ergie, die am Spätnachmittag an der Unglücksstelle eintrafen, zunächst das Loch in der Gussleitung finden und sehen, wie aufwendig die Reparatur ist bzw. wie groß die Schäden am Unterbau der Straße sind. Geplant ist, die Straße auf jeden Fall noch am Wochenende aufzugraben. Die Umleitung für Autofahrer führt von Rückersdorf über Röthenbach und Schwaig nach Behringersdorf und umgekehrt.

N-Land Clemens Fischer
Clemens Fischer