Wasser war aus dem Schwimmerbecken in den Technikkeller gelaufen

Röthenbacher Bad bleibt geschlossen

So sah das Schimmerbecken im Röthenbacher Freibad am Sonntagmorgen aus: Der Wasserpegel, der normalerweise bis zum Beckenrand reicht, ist um rund 40 Zentimeter abgesunken. | Foto: Stadt Röthenbach2016/05/Wasserverlust-Freibad-roethenbach.jpg

RÖTHENBACH — Das Röthenbacher Freibad bleibt bis auf Weiteres geschlossen. In der Nacht auf Sonntag waren Teile des Kellers, in dem die gesamte Schwimmbadtechnik untergebracht ist, mit Wasser aus dem Schwimmerbecken voll gelaufen.

Den Wasserball unterm Arm, die Badelatschen an den Füßen standen die Röthenbacher am Sonntag bei fast 30 Grad vor dem verschlossenen Freibadtor. Daran ein Zettel, der auf einen technischen Defekt als Grund hinweist (die PZ berichtete).

Der Schwimmmeister hatte am frühen Sonntagmorgen festgestellt, dass der Wasserpegel im Schwimmerbecken um rund 40 Zentimeter abgesunken war. Das Wasser war in der Nacht in den darunter liegenden Keller gelaufen.

Das komplette zweite Untergeschoss und einige Zentimeter des ersten Untergeschosses standen bereits unter Wasser. Sofort machte sich das Schwimmbadpersonal daran, den Keller wieder auszupumpen.

Die genaue Ursache für den Wasserverlust ist derzeit noch ebenso unklar wie das Ausmaß des Schadens. „Wir wissen nicht, ob das Wasser aus den Rohren ausgelaufen ist oder ob eine der Pumpen oder technischen Anlagen dafür verantwortlich sind“, erklärt Thiemo Graf, der zurzeit den urlaubenden Klaus Hacker als Bürgermeister vertritt, im Gespräch mit der PZ.

Am Montag war eine Spezialfirma vor Ort, um nach der Schadensursache zu suchen und abzuschätzen, wie viel Zeit und Geld die Reparatur in Anspruch nehmen wird. Das hängt im Wesentlichen davon ab, ob Teile der Technik noch zu retten sind.

Besonders schlimm hat es die Elektronik erwischt, die komplett unter Wasser stand und nun ausgetauscht werden muss. Unklar war bis Redaktionsschluss noch, ob auch die Filterpumpen, die ebenfalls im zweiten Untergeschoss standen, erneuert werden müssen. Sie werden zunächst ausgebaut, zerlegt und begutachtet, um festzustellen, ob sie noch funktionstüchtig sind. „Im besten Fall können sie nach dem Trocknen wieder eingesetzt werden, im schlechtesten müssen wir neue kaufen“, sagt Graf.

Sollte Letzteres der Fall sein, werden sich die Röthenbacher vielleicht noch Wochen gedulden müssen, bevor sie ihr Freibad wieder nutzen können. „Wir wissen nicht, wie lang die Lieferzeiten für solche Pumpen sind“, sagt der amtierende Rathauschef, Angebote würden aber sicherheitshalber bereits eingeholt.

Zum jetzigen Zeitpunkt sei nur sicher, dass das Freibad auf jeden Fall bis kommenden Freitag, 27. Mai, geschlossen bleibt. Und auch für das kommende Wochenende macht Graf sich nur wenig Hoffnung. „Das ist natürlich besonders ärgerlich wegen des Feiertags am Donnerstag und weil noch Pfingstferien sind.“

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