Keller überflutet, Personenrettung in Schnaittach

Regenfluten in Röthenbach

Mit Hilfe der Drehleiter der Feuerwehr Lauf wurde in Schnaittach eine erkrankte Person aus einer Wohnung geborgen. | Foto: Schuster2016/06/feuerwehreinsatz-schnaittach.jpg

RÖTHENBACH/SCHNAITTACH (fi/us) — Aufwändige Feuerwehreinsätze am Sonntag in Röthenbach und in Schnaittach: Während die Wehr in der Pegnitztstadt nach heftigen Regenfällen Unterführungen und Keller leerpumpen musste, wurde in Schnaittach eine kranke Person über die Drehleiter aus einem Haus gerettet.

Schon am Sonntagnachmittag lag Röthenbach offensichtlich mitten im Zentrum eines Gewitters mit heftigen Regenfällen. Gegen 16 Uhr wurde die Freiwillige Feuerwehr alarmiert, weil die Unterführungen im Schönberger Weg, an der „Diehlmulde“ und unter der Bahnlinie in der Seespitze unter Wasser standen. Die Feuwehr sperrte die Straßen ab und reinigte die Abflüsse.

Wenig später wurden die Wehrmänner dann zu einem Einsatz in die Werner-von-Siemens-Allee gerufen. Ein kleiner Bach aus Richtung Steinberg, zwischen Realschule und der Wohnbebauung, hatte sich in einen kleinen See verwandelt, weil der Abfluss in den Kanal nicht möglich war. Das Gitter, das diesen Einlass am Graben-ende sichert, war verstopft. Um an das Schutzgitter zu kommen und den Abfluss zu reinigen, musste allerdings erst drei Stunden lang das Wasser abgepumpt werden.

Gegen 21 Uhr dann der nächste Hilferuf gleich ums Eck: In der Reihenhaussiedlung in der Schuckertstraße Richtung Eichenring drohten die Keller abzusaufen. Ganz offensichtlich schaffte es der Hausanschluss für alle zehn Reihenhäuser und zwei Garagenhöfe nicht mehr, die Wassermassen zügig in den städtischen Kanal abzuleiten. Der Druck des Wassers aus den Dachrinnen war so stark, dass sogar ein Dachschlauch (Fallrohr) platzte und das Wasser ins Erdreich eindrang. Durch die Wände sickerte das Nass schließlich in alle zehn Keller der Reihenhäuser, wo es zu Teil bis zu fünf Zentimeter hoch stand. Die Feuerwehr half hier mit ihren Wassersaugern aus, Kommandant Klaus Keim lobte aber auch die „sehr gute Mitarbeit und die Nachbarschaftshilfe der Bewohner“. Erst gegen ein Uhr war dann für die Röthenbacher Feuerwehr der Sonntagseinsatz zu Ende.

Rettung über die Drehleiter

Während der Liveübertragung des WM-Fußballspieles am Sonntagabend erreichten die Feuerwehren Lauf und Schnaittach gleich zu mehreren Einsätzen Hilferufe. Zunächst war der Einsatz einer Drehleiter in der Nürnberger Straße in der Schnaittacher Ortsmitte erforderlich, um die Rettung einer erkrankten Person möglichst schonend zu bewerkstelligen. Aufgrund dieses Notarzteinsatzes wurde ein Straßenstück kurzzeitig gesperrt und der Verkehr umgeleitet.

Noch während dieser Rettungsaktion alarmierte die Leitstelle die Feuerwehren Schnaittach, Hedersdorf und Rollhofen zu einem weiteren Einsatz. In der Flüchtlingsunterkunft im ehemaligen Gasthof Kampfer sollte es brennen, hieß es. Hier konnte jedoch kein Brand festgestellt werden, vermutlich war es erneut eine unsachgemäße Essenszubereitung, die den Brandmeldealarm ausgelöst hatte.

Mit einer Drahtglocke ist der Einlauf eines Minibaches an der Röthenbacher Realschule in den Kanal gesichert. Weil er verstopft war, staute sich das Wasser. Es musste von der Feuerwehr abgepumpt werden.
Mit einer Drahtglocke ist der Einlauf eines Minibaches an der Röthenbacher Realschule in den Kanal gesichert. Weil er verstopft war, staute sich das Wasser. Es musste von der Feuerwehr abgepumpt werden. | Foto: Buchner-Freiberger2016/06/Graben-Rothenbach-.jpg

N-Land Pegnitz-Zeitung
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