Bob Meyer stellte im PZ-Kulturraum sein Buch „Hokus Pokus Exitus“ vor

Lockerer Abend zwischen Krimi und Gitarre

„Bassd scho“: Bob Meyer philosophierte über das Glück. | Foto: Stegmeier2016/12/Bob-Meyer.jpg

LAUF — „Furchdboar“, „subber“ und „bassd scho“ stand auf drei Büchsen am Eingang zum PZ-Kulturraum. Jeder Besucher, der zu Bob Meyers Lesung aus seinem neuen Krimi „Hokus pokus Exitus“ gekommen war, durfte einen Würfel in die Büchse werfen, die seiner Situation am ehesten entsprach.

Auf jeden Fall „subber“ war der Publikumsandrang bei der Veranstaltung des Röthenbacher Urgesteins, der viele Fans aus seiner Heimatstadt nach Lauf gelockt hatte.

Natürlich gehörte die Auswertung des Büchseninhalts zum Programm, das sich in „Gwaaf“, „Lesen“, „Musik“ und „Pause“ gliederte. Bärbel aus dem Publikum durfte mittels Glücksrad bestimmen, was als nächstes anstand – und in Bob Meyers Konzept passte.

Hintergrund der Umfrage war die Tatsache, dass Franken auf dem aktuellen Glücksatlas auf Platz zwei vorgerückt ist – und dass es da kein Wunder sei, dass die meisten Zuschauer im Publikum „bassd scho“ bei den Dosen gewählt hatten, denn dies sei für echte Franken eben nicht steigerungsfähig.

Neben der Fragen nach dem Glück widmete er sich dem Älterwerden oder erzählte von der Entstehung seines neuesten Romans. Die Lesung daraus war da nur Teil der kurzweiligen Gesamtperformance. Und abgesehen vom Fund einer Leiche im Röthenbach bekam das Publikum auch wenig Kriminalistisches geliefert.

Meyer las vor allem aus den Kapiteln vor, in denen es um den Alltag „seines“ Kommissars Karl-Heinz Brechtl geht, um Situationen, die (fast) jeder kennt und die er mit viel Liebe zum Detail und sprachlich gewitzt schildert. Zur Höchstform lief er indes auf, wenn er frei von der Leber weg philosophierte oder zur Gitarre griff, um einen seiner originellen Songs einzustreuen.

Die gesungene Klage über Handwerker im Haus oder sein „Mir gäids goud“, ein Lied gegen Miesepeter im Allgemeinen, sorgten für beste Laune. Und als Zugabe gab’s noch den hinreißend komischen Biber-Song, der von seinen treuen Fans immer wieder gewünscht wird.

Kein Wunder, dass bereits in der Pause das Interesse an den Büchern so groß war, dass der Vorrat ergänzt werden musste, um auch nach dem Schlussapplaus die große Nachfrage nach Meyers neuem Roman zu befriedigen.

Nichts Neues verpassen! - Newsletter abonnieren