Abiturfeier in Röthenbach

Für die Zukunft gut gerüstet

Die 118 Abiturienten des Geschwister-Scholl-Gymnasiums haben sich zum Foto im Pausenhof aufgestellt. | Foto: Brinek2016/06/pz-121015_gymnasiumroethenbachabiturienten-e1467129387140.jpg

RÖTHENBACH — Nie gab es am Geschwister-Scholl-Gymnasium in Röthenbach mit 118 Jugendlichen mehr Abiturienten als in diesem Jahr und auch die Zensuren waren rekordverdächtig. Für 29 Schüler gab es eine „Eins vor dem Komma“, vier schlossen gar mit der Traumnote 1,0 ab. Der Notendurchschnitt für den Abiturjahrgang 2016 lag damit bei guten 2,38. Entsprechend gelöst war die Stimmung der über 400 Gäste bereits beim Sektempfang in der Karl-Diehl-Halle.

In seiner Festrede ging der neue Schulleiter Clemens Berthold auf die Bedeutung der Qualifikation „Zuerkennung der allgemeinen Hochschulreife“ als einen Meilenstein im Leben der jungen Menschen ein, die nun die Möglichkeit hätten, sich für neue Ziele zu entscheiden und ihre eigene Zukunft zu planen. Berthold vermutete, dass das Spannendste an der Zukunft wohl sei, dass man nicht einmal ansatzweise erahnen könne, wie fundamental sich die Welt in einem relativ kurzen Zeitraum verändert.

Bei seiner eigenen Abiturprüfung vor 25 Jahren gab es weder Internet, E-Mails, Navis oder Handys mit der heute selbstverständlichen technischen Ausstattung. Führe man diese Gedanken fort, könne man annehmen, dass die Welt alle zehn Jahre wieder eine deutlich andere sein werde. Berthold forderte die Abiturienten auf, ihr Zeugnis mit dem festen Glauben daran entgegenzunehmen, dass sie damit auf die Zukunft der Welt bestens vorbereitet sind.

Zum Schluss zitierte Berthold die amerikanische Schriftstellerin Maya Angelou, die meinte: „Die Menschen vergessen, was du sagst und was du tust. Aber wie sie sich in deiner Gegenwart gefühlt haben, vergessen sie nie.“ Und er ergänzte: „Ich hoffe deshalb sehr, dass Sie heute unsere Schule mit einem guten Bauchgefühl verlassen.“

Die stellvertretende Landrätin Cornelia Trinkl sowie der Erste Bürgermeister der Stadt Röthenbach, Klaus Hacker, sagten in ihren Grußworten, dass sich die jungen Menschen nunmehr für eine umfassende Ausbildung in die weite Welt begeben werden. Sie sollten aber in der Fremde niemals vergessen, dass hier ihre Heimat sei und diese Heimat ihnen exzellente Berufschancen biete.

Bei der Verleihung der Zeugnisse wurden herausragende Leistungen und das besondere Engagement einzelner Schüler gewürdigt. Mit der Note 1,0 bestanden die Abiturprüfung: Anna Puchinger, Sylvia Reiß, Jens Gemmel und Christopher Hoerr. Geehrt wurden aber auch vier Jugendliche, die einen Notendurchschnitt bis 1,5 erreicht hatten: Katharina Niebler, Ann-Kathrin Samt, Leonardo Seidl und Cosmo Strattner. Den Geschwister-Scholl-Preis erhielten Phillip Scheidig für seine Mitarbeit im Café „Lazy’s“, Timo Stelzig und Anna Puchinger für die langjährige und zuverlässige Mitarbeit bei den Schulsanitätern sowie Johannes Harmsen und Adrian Kirchner für die Mitarbeit im Technikteam.

Auch in diesem Jahr wurden mit Unterstützung der Raiffeisenbank Röthenbach Kunstpreise vergeben. Sie gingen an Sophie Kienlein-Zach, Katharina Niebler und Timo Stelzig.

Preise der Deutschen Mathematikervereinigung erhielten Sylvia Reiß und Jens Gemmel wegen ihrer herausragenden Abiturleistungen in Mathematik. Adrian Kirchner wurde als Bester aller Abiturienten im Fach Physik von der Deutschen Physikalischen Gesellschaft mit einem Buchpreis belohnt, Ann-Kathrin Samt und Leonardo Seidl bekamen von der Gesellschaft Deutscher Chemiker eine Urkunde und eine Zeitschrift mit Online-Abo für die besten Leistungen des Abiturjahrgangs im Fach Chemie. Der Deutsche Altphilologenverband ehrte Christoph Liebel für das beste Abitur in Latein mit der goldenen Verbandsehrennadel.

In ihrer Abi-Rede ließen Lea Lataster und Timo Stelzig stellvertretend für ihre Mitschüler die letzten Monate bis zur Abiturprüfung Revue passieren. Dabei standen ihre Erlebnisse bei einer Klassenfahrt nach Berlin im Vordergrund, die ihnen mit positiven wie negativen Eindrücken in Erinnerung bleiben wird. Aber auch der „Amokfehlalarm“ in der Schule vor einigen Wochen kam zur Sprache, bei dem sich die Polizei als echter Freund und Helfer entpuppte.

Nach dem offiziellen Teil feierten die Abiturienten mit Familien und Freunden in der Aula und im Hof des Geschwister-Scholl-Gymnasiums, ehe um 23.30 Uhr ein Bus bereitstand, der die Jugendlichen nach Nürnberg zu einer „heißen Disconacht“ chauffierte.

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