Blumenfest-Bilanz

Die Quastler hatten den schönsten Wagen

Die Oberpfälzer kamen mit ihrer Christusstatue auf den zwanzigsten Platz.2014/08/blumenfest_ro__thenach_oberpfa__lzer_christus.jpg

RÖTHENBACH — Am Ende machten die Quastler das Rennen: Bei der 76. Auflage des Röthenbacher Blumenfests gab es viele Überraschungen – und vor allem viel Regen.

Eine 15-köpfige Jury kürte die schönsten Wagen, vorne in ihrer Gunst lag das Motiv der „Wilden Quastler“, eine Szene aus dem Fantasyklassiker „Herr der Ringe“: ein Zauberer, der mit einem Ungeheuer kämpft. Dafür hatte der Verein rund 36 500 Dahlien verwendet. Mit seiner Schnecke kam das Rote Kreuz auf den zweiten Platz, punktgleich mit der Kolpingsfamilie und ihrer Dampfmaschine. Der Deutsche Alpenverein, sonst einer der Favoriten, erreichte ohne seinen langjährigen Motivbauer Norbert Schmidt nur den zwölften Platz.

Nach Schätzungen des Vereinskartells säumten rund 20 000 Zuschauer die Strecke des Festzugs. Mit dem Regen hatten die rund 40 Marschgruppen gehörig zu kämpfen, so mancher Teilnehmer war nach zwei Stunden nass bis auf die Haut. Mit von der Partie waren Abordnungen aus den Röthenbacher Partnerstädten sowie ein Teil der Besatzung des Schnellboots Gepard, für das die Stadt die Patenschaft hat.

Das Blumenfest geht zurück auf eine Ernteschau des Kleingartenvereins Flora, die 1929 zum ersten Mal stattfand. Noch heute gibt es den Verein, sein Wagen ist stets der erste des Festzugs, auf ihm thront die Blumenkönigin. Dieses Amt hat seit vergangenem Jahr die 18-jährige Schülerin Carina Oberbillig inne.

Wer den Zug verpasst hat, für den lohnt sich am Montag ein Abstecher nach Röthenbach: Viele der Motive stehen so lange an der Ortsdurchfahrt, bis die Dahlien langsam abfallen.

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N-Land Clemens Fischer
Clemens Fischer