Ausbildungsplatzbörse in Röthenbach

Betriebe buhlen um Nachwuchs

Besucheransturm bei der Röthenbacher Ausbildungsplatzbörse: Ein Junge darf bei der Firma Zeitlauf selbst Hand anlegen (links). Zwei Mädchen informieren sich bei der Zahntechnikfirma Blank (rechts).2012/10/51949_ausbildungsboersezahntechnikblank_New_1349881564.jpg

RÖTHENBACH (lem) — Viele neugierige Gesichter in der Karl-Diehl-Halle: Die 15. Röthenbacher Ausbildungsplatzbörse, bei der große und kleine Betriebe über sich und ihre Ausbildungsmöglichkeiten informieren, wurde am gestrigen Mittwoch eröffnet. Am heutigen Donnerstag können alle Interessierten die Messe noch von 9 bis 14 Uhr besuchen.

„Das Ziel der Börse ist, Ausbildungsplätze zu vermitteln“, sagte Röthenbachs erster Bürgermeister Günther Steinbauer in seiner Ansprache in der Karl-Diehl-Halle. Banken, Firmen, Krankenkassen, soziale Einrichtungen, Verwaltungen, Schulen, Bundeswehr, sowie Bundes- und Ladespolizei beteiligen sich an der von der Stadt Röthenbach organisierten Messe am 10. und 11. Oktober. Mit insgesamt 58 Ausstellern wurde erneut ein Teilnehmerrekord aufgestellt.

Allein die Bayerische Polizei bietet im Jahr 2012 bis zu 1000 neue Stellen für junge Menschen an. Klar, dass auch sie sich die Gelegenheit nicht nehmen lässt, auf der Messe für das breite Berufsfeld bei der Polizei zu werben.

Für Landrat Armin Kroder liegen die Vorteile einer solchen Veranstaltung auf der Hand: Die Betriebe können mit den Menschen direkt in Kontakt treten und haben die Möglichkeit sich von Angesicht zu Angesicht zu begegnen.

Börse ist „voll cool“

Auch bei den Auszubildenden der präsentierenden Firmen, die an den Ständen für die vielen Fragen der interessierten Schüler ein offenes Ohr haben, kommt die Börse gut an. Die 17-jährige Nadine Heublein und ihre ein Jahr ältere Kollegin Melissa Schmitz, beide Auszubildende im zweiten Lehrjahr bei der Hypovereinsbank, finden die Messe „voll cool“. „Denn man kann an den Ständen direkt Kontakte knüpfen“, so Melissa.

Saskia Huhn, 17 Jahre alt und im zweiten Ausbildungsjahr als KFZ- Mechatronikerin bei Mercedes, ist zwar nicht über eine Messe zu ihrem Job gekommen, von der Idee aber trotzdem voll überzeugt: „Man bekommt einen Überblick darüber, was es alles gibt, weil man als Jugendlicher ja oft noch gar nicht weiß, was man eigentlich alles für Möglichkeiten nach der Schule hat.“ Und mindestens ein potentieller Nachwuchskandidat für Mercedes läuft zwischen den Ständen der Firmen umher: Der 14 Jahre alte Timo Lösel aus Röthenbach interessiert sich besonders für den Automobilhersteller und für die Laufer Firma Emuge. „Autos sind mein Hobby“, erzählt der Mittelschüler, der die achte Klasse in Schnaittach besucht. „Mir macht alles Spaß, was mit Metall zu tun hat. Ich finde es gut, dass Röthenbach so etwas veranstaltet.“

Doch neben viel Lob gibt es auch ein bisschen konstruktive Kritik. Die beiden Freundinnen Lisa Schulz und Sandra Otto, die gemeinsam die achte Klasse der Geschwister-Scholl-Mittelschule in Röthenbach besuchen, hätten sich mehr zum Berufsfeld des Erziehers gewünscht. „Es gibt hier zu viel Technik“, sagt Lisa. Ihre ebenfalls 13 Jahre alte Schulfreundin pflichtet ihr bei: „Die hätten mehr für Mädchen machen sollen.“ Vielleicht ist dies eine gute Anregung für eine weitere erfolgreiche Messe im nächsten Jahr.

Noch mehr Fotos von der Ausbildungsplatzbörse gibt es in unserer Bildergalerie unter www.n-land.de/bilder im Internet.

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