Altbürgermeister Theo Schultes †

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RÖTHENBACH — Theo Schultes ist tot. Der Röthenbacher Altbürgermeister und Ehrenbürger starb am Sonntag im Alter von fast 79 Jahren.

Eine große oder gar offizielle Trauerfeier wird es für Schultes nicht geben. Auf ausdrücklichen Wunsch des Verstorbenen findet die Beisetzung nur im engsten Familienkreis statt.

Theo Schultes ist ein waschechter Röthenbacher, geboren am 19. August 1932. Er war seiner Stadt zeitlebens gesellschaftlich in Vereinen und politisch als Stadtrat und Bürgermeister (insgesamt über 30 Jahre) immer sehr verbunden.

Mit dem Eintritt in die SPD Ende der fünfziger Jahre begann die kommunalpolitische Karriere des Theo Schultes. 1965 rückte er für Hans Herbst in den Röthenbacher Stadtrat nach und wurde 1966 wiedergewählt, damals als jüngster Stadtrat in Röthenbach. Sofort übernahm Schultes auch die Fraktionsführung der SPD, 1978 zog er sogar in den Kreistag ein.

Die längste Zeit seines kommunalpolitischen Wirkens war Schultes stellvertretender Bürgermeister in Röthenbach. Von 1972 bis 1990, also 18 Jahre lang, war der Verstorbene sachkundiger und vor allem von allen Seiten geachteter Vertreter von Hubert Munkert. Wie angesehen Schultes war, beweist auch, dass er bei den Kommunalwahlen stets die meisten Stimmen aller Stadträte erhielt und er beispielsweise 1978 einstimmig zum Bürgermeister-Stellvertreter gewählt wurde.

1990 dann wurde Theo Schultes zum Bürgermeister der Pegnitzstadt gewählt, nachdem Hubert Munkert aus Altersgründen nicht mehr kandidieren konnte. Im ersten Wahlgang hatte sich Theo Schultes gegen drei Mitbewerber durchgesetzt. Nach sechs Jahren Amtszeit übergab er den Stab an Günther Steinbauer.

In Schultes Amtszeit als Erster und Zweiter Bürgermeister hat sich Röthenbach entscheidend entwickelt. Ob es anfangs der Neubau des Schulzentrums Steinberg oder der Stadthalle war und später der Kauf und die Entwicklung der Conradtysiedlung, die ersten Schritte zum neuen Stadtzentrum oder die Planung des Einkaufszentrums am Speckschlag, Schultes Fachkenntnis und seine Akzeptanz in der Bevölkerung brachten die Großprojekte voran. „Schultes hat sich um Röthenbach verdient gemacht“, so der Wortlaut der Laudatio, als dem Bürgermeister nach dem Ausscheiden aus dem Amt im Jahr 2003 die Altbürgermeister- und Ehrenbürgerwürde verliehen wurde.

Trotz seiner Erfolge und Verdienste ist Schultes immer Mensch mit Bodenhaftung geblieben. Bescheidenheit war seine Tugend. „Das gehört zum alltäglichen Geschäft eines Bürgermeisters, dafür werde ich bezahlt“, hat er wiederholt gesagt. Schultes Stärken lagen im menschlichen Bereich: „Er wollte dem Bürger helfen, war stets um Ausgleich und Konsens bemüht.“

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