Mehrheit für Pläne

Röthenbach will Kita-Gebühren erhöhen

Die letzte Gebührenerhöhung stieß 2019 auf heftigen Widerstand der Eltern. | Foto: EHStock/GettyImages2021/02/EHStockGettyImages-5051437051-599x900-1.jpg

RÖTHENBACH — Röthenbach plant, die Gebühren für die Nutzung seiner kommunalen Kindertagesstätten zu erhöhen. Mit 7:4 Stimmen empfiehlt dies der Ausschuss für Bildung, Umwelt, Kultur und Soziales dem Ferienausschuss, der voraussichtlich am Montag, 22. Februar, darüber entscheiden wird.

Der Vorschlag sieht eine stärkere Erhöhung der Gebühren für Krippenplätze vor, bei den Kindergärten und Kinderhorten liegt die Stadt bereits im oberen Bereich, verglichen mit Nachbarkommunen.

Für ein unter zwei Jahre altes Kind, das fünf bis sechs Stunden täglich betreut wird, könnten so künftig 250 statt 230 Euro monatlich fällig werden, wobei es unterhalb einer bestimmten Einkommensgrenze 100 Euro „Krippengeld“ vom Freistaat gibt. Für Kinder über drei Jahre, also Kindergartenkinder, würden bei derselben Buchungszeit 185 statt 177 Euro fällig. Auch hier gibt es einen 100-Euro-Zuschuss.

Zugleich will Röthenbach die Ermäßigung für Geschwisterkinder absenken. Bisher reduzieren sich die Beiträge für das zweite Kind um ein Drittel, für das dritte um zwei Drittel. Weitere Kinder sind beitragsfrei. Künftig soll die Ermäßigung für das zweite Kind bei einem Viertel, für das dritte bei 50 Prozent und für weitere Kinder bei jeweils 75 Prozent liegen.

Der Stadtrat hatte sich 2019, nach der letzten Erhöhung, die auf massiven Widerstand der Eltern stieß, auf regelmäßige aber moderate Anpassungen geeinigt. Das sei sozialverträglicher als große Sprünge. Davor war zuletzt 2016 mehr verlangt worden.

Die CSU spricht sich nun trotzdem gegen den Vorschlag aus. Man könne Familien während der Pandemie nicht zusätzlich belasten. Zudem habe Röthenbach viel Geld durch falsche Planung ausgegeben, etwa bei der „Container-Kita“ am Steinberg. Das sollten nicht die Eltern büßen.

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