Lauf genehmigt 15 Veranstaltungen

Reigenplatz als Festival-Gelände

Der Reigenplatz auf dem Laufer Kunigundenberg leuchtet auch nach der Kirchweih noch in sattem Grün. Dank der automatischen Rasensprenger sind hier staubige Zeiten passé. Der Platz soll nur vor den Festtagen zur Regeneration eingezäunt werden, das übrige Jahr bleibt er frei zugänglich. | Foto: Fischer2019/07/reigenplatz-kunigundenberg-1-fi.jpg

LAUF – Das Laufer Kunigundenfest ist vorbei und der Reigenplatz auf dem Berg, auf dem die Aufführungen der Kinder stattfanden, leuchtet noch immer in sattem Grün.

Ein ungewöhnliches Bild. Zumindest was die letzten Jahre und besonders 2018 angeht. Trockenheit und Übernutzung hatten die Fläche in ein staubiges Spielfeld verwandelt. Bis die Stadt in diesem Jahr nicht nur einen neuen Rasen ansäte, sondern viel Geld in die Hand nahm und nun mit einer automatischen Sprengeranlage das Rund regelmäßig wässert.

Und weil der Reigenplatz jetzt so schön ist, könnte und soll er künftig auch außerhalb der Laufer Festspielwoche für kulturelle und gesellschaftliche Zwecke genutzt werden, wie die Laufer Kulturausschussmitglieder beschlossen. Und damit einem Wunsch nachkommen, der seit vielen Jahren von Kulturschaffenden in der Stadt, von Stadträten oder direkt aus der Bevölkerung so geäußert wird.

Zahlreiche Anfragen

Gedacht ist beispielsweise an die Nutzung durch Laufer Vereine und Organisationen „nach Verfügbarkeit“. Tatsächlich, so Bürgermeister Benedikt Bisping, liegen schon viele konkrete Anfragen vor. Verfügbarkeit heißt, die Stadt hat immer die Hand darauf. Der Reigenplatz ist schließlich eine städtische Liegenschaft, wie das offiziell heißt, und wird entsprechend über die Liegenschaftsverwaltung im Rathaus vergeben.

Maximal 15 Veranstaltungen pro Jahr sollen auf dem Rasenplatz auf dem Kunigundenberg künftig erlaubt sein. Die Stadträte folgten mit dieser Entscheidung einem entsprechenden Vorschlag der Verwaltung. Teuer ist die Nutzung nicht. 50 Euro verlangt die Stadt pro Nutzungstag, die für notwendige Pflegemaßnahmen des Platzes gedacht sind. Eine komplette Reinigung des Reigenplatzes nach der jeweiligen Veranstaltung, so heißt es im Beschluss des Kulturausschusses weiter, hat durch den Nutzer zu erfolgen. Wichtig auch, die Stadt erlässt jeweils auch die sicherheitsrechtlichen Auflagen.

Primär, und darauf wies Ordnungsamtsleiter Thomas Wanke in der Sitzung hin, erfolgt die Nutzung des Festplatzes durch die Stadt Lauf. Besonders am Kunigundenfest. Damit die Aufführungen der Kinder aber auf jeden Fall auf einer grünen Wiese stattfinden können, schränkt die Stadt eine öffentliche Nutzung, auch als Spielplatz für Kinder, vor dem Fest ein. Jeweils acht Wochen vor der Kirchweih am ersten Juliwochenende soll der Reigenplatz mit Bauzäunen komplett gesperrt werden, um das Grün rechtzeitig auf Vordermann zu bringen.

Zu allen anderen Zeiten im Jahr, so Vorschlag von Thomas Wanke als Antwort auf eine entsprechende Frage, soll der Platz der Öffentlichkeit frei zur Verfügung stehen. Wie eben alle anderen Grünanlagen der Stadt auch. Ein ganzjähriges Einzäunen des Platzes wäre nicht gut, so Wanke, „Kinder sollen dort spielen und toben dürfen.“ Dafür gab es Zustimmung im Ausschuss.

Ein Fußballfeld für Jugendliche mit Stollenschuhen aber sei der Reigenplatz nicht, und das sollte durch entsprechende Hinweise auch verhindert werden. Dazu könnten regelmäßig Kontrollen und die Aufnahme des Reigenplatzes in die Grünanlagensatzung der Stadt dienen. In dieser ist beispielsweise ein Alkoholverbot aufgelistet. Bürgermeister Bisping bat darum, nicht zu viel zu verbieten, sondern an die Vernunft der Menschen zu appellieren.

N-Land Clemens Fischer
Clemens Fischer