Viel Geld für wichtigstes Gut

REICHENSCHWAND — Der Gemeinderat in Reichenschwand hat sich in seiner jüngsten Sitzung unter anderem mit den Themen Wasserbau, der Fortführung der Weppachsanierung sowie dem ersten Teil der Turnhallensanierung befasst. Die Baumaßnahmen am Kirchplatz gehen planmäßig voran, die offizielle Übergabe des Gebäudes findet voraussichtlich im März 2012 statt.

Große Investitionen sind in diesem sowie im folgenden Jahr geplant für „das wichtigste Gut“ in der Gemeinde, führte Bürgermeister Bruno Schmidt zum ersten Tagesordnungspunkt aus. Für die Sanierung und Optimierung der gemeindlichen Wasserversorgung hatte der Gemeinderat weitere Entscheidungen zu treffen. Über den aktuellen Baufortschritt gab Ingenieur Klaus Kellermann vom Ingenieurbüro ITEC in einem Sachvortrag Auskunft. Mit der Arbeitsweise der beauftragten Firma Krause aus dem Erzgebirge zeigte er sich sehr zufrieden.

Nach der Hochbehältererrichtung steht nun der Leitungsneubau mit Ringschluss an zur Anbindung des neues Hochbehälters mit dem Neubaugebiet Fürschwald I. In weiteren Losen sind danach auch weitere Leitungserneuerungen, vor allem im Bereich Rosenstraße/Speikerner Straße geplant. Die Sache müsse „richtig gemacht“ werden, jedoch ohne die Kosten aus dem Blick zu verlieren, darüber war sich das Gremium einig.

Für die Weiterführung des Projektes Weppachsanierung hatten nach beschränkter Ausschreibung drei Firmen ihr Angebot abgegeben. Mit einer Angebotssumme von knapp 55.000 Euro erhielt als preisgünstigster und wirtschaftlich geeignetster Anbieter die Firma Deinzer Erdbau aus Ottensoos den Zuschlag. Eine Zusammenarbeit hatte sich zudem schon bei mehreren zurückliegenden Projekten sehr positiv gezeigt.

Bei der anstehenden Turnhallensanierung wurde als vordringliche Maßnahme die Reparatur der Fenster angesehen. Insgesamt sechs Fenster sollen mit einer elektrischen Schließvorrichtung ausgestattet werden. Weiterhin soll ein Türelement zur Nordseite hin ausgetauscht werden. Damit wäre der Haushaltsansatz von 30.000 Euro für dieses Jahr ausgenutzt. FWG/CSU-Fraktionssprecher Josef Meer brachte zum Ausdruck, dass seiner Fraktion die Kosten sehr teuer erscheinen. Bei der Ausschreibung sollten diese im Vergleich sehr genau betrachtet werden. Architekt Werner Bär wurde beauftragt, zusammen mit der Verwaltung die Maßnahme nach Kostenvergleich zu vergeben und vertragsgemäß auszuführen.

Bei dem Mehrzweckhaus in der Kirchstraße, der Begegnungsstätte für Jung und Alt, gehen die Arbeiten weiter planmäßig voran. Die Platzgestaltung soll Mitte Oktober fertiggestellt sein. Angebracht wird auch ein von „Leader plus“ gefördertes Info-Terminal, über das vor allem touristische Informationen über Reichenschwand im Internet abgerufen werden können. Auch für die Inneneinrichtung ist eine Förderung genehmigt. Die offizielle Übergabe ist für den März 2012 geplant.

Beginn für die Reparatur der Pegnitzbrücke ist Ende Oktober, eine frühere Reparatur ist aus Gründen der Kostensteigerung nicht möglich, was die Verwaltung ausdrücklich bedauert. Am gemeindlichen Kindergarten „Haus für Kinder Sonnenblume“ wird ein zusätzliches Gerätehaus errichtet. Im Neubaugebiet wurden Gehwegergänzungen und ergänzende Begrünungen genehmigt. Weiterhin erfolgte die Widmung der neuen Straßen in diesem Gebiet. Nach dem Abschluss der Arbeiten kann nun auch die Abrechnung für die Erschließung erfolgen: das gesamte Gebiet wird als Erschließungseinheit angesehen und entsprechend abgerechnet. Bürgermeister Schmidt nannte das eine „gerechte Sache“.

Für die Städtebauförderung ist die Verabschiedung einer Satzung nötig. Der Gemeinderat fasste einen vorläufigen Beschluss betreffend des Sanierungsgebietes. Dadurch wird das Sanierungskonzept im Sinne der Städtebauförderung modifiziert weiter fortgeschrieben und zugleich in Abstimmung mit der Regierung von Mittelfranken entsprechend entwickelt.Monika Gniffke

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