Bisher kein Beitritt zur Bürgerenergiegenossenschaft

Reichenschwand will Baugebiet ausweisen

REICHENSCHWAND — Der Gemeinderat in Reichenschwand befasste sich in seiner jüngsten Sitzung mit verschiedenen Einwendungen zum Flächennutzungsplan. Ebenso stand die Festlegung des Sanierungsgebietes für die Städtebauförderung auf der Tagesordnung sowie die Festlegung der Stimmbezirke zur Kommunalwahl 2014. Ein Beitritt zur Bürgerenergiegenossenschaft im Nürnberger Land wurde nicht ausgeschlossen, jedoch vorerst vertagt.

Einige Einwendungen hatte die Anhörung der Träger öffentlicher Belange zum Flächennutzungsplan ergeben. Insbesondere die Ausweisung neuer Wohnbaufläche am Rödelberg hatte Erklärungsbedarf ergeben, erläuterte Bürgermeister Bruno Schmidt. Mehrere öffentliche Stellen meldeten hierzu Bedenken an. Doch gebe es in Reichenschwand keinen nennenswerten Leerstand. Vorhandene unbebaute Grundstücke befänden sich in Privatbesitz und würden oftmals von Eigentümern für ihre Kinder vorbehalten.

Die hervorragende soziale Infrastruktur mit Kinderbetreuung und Freizeitangeboten sowie eine gute Verkehrsanbindung machen die Gemeinde attraktiv für junge Familien. Der positiven Entwicklung der Einwohnerzahl will man auch in Zukunft Raum geben und die demografische Entwicklung weiterhin positiv beeinflussen, führte der Bürgermeister aus. Die Größe der Ausweisung entspreche dem Bedarf der nächsten 20 Jahre und ist die letzte und einzige Erweiterungsmöglichkeit für die Gemeinde.

Diskussion über Windkraft

Weitere Einwendungen gab es sowohl von öffentlicher als auch bürgerlicher Seite zum Projekt Windkraft. Der Standpunkt des Gemeinderats zu dieser Angelegenheit ist bekannt. Schmidt bedauerte an dieser Stelle die aktuellen politischen Signale aus München und Berlin zu dem Thema. Sollten sich die Befürchtungen bewahrheiten, diskutiere man in Zukunft wohl über Trassenführungen von Energieleitungen statt über eigene regionale, kleine Windanlagen. Doch müsse man jetzt erst einmal abwarten, zum einen den Abschluss der speziellen artenschutzrechtlichen Prüfung und zum anderen die politischen Entwicklungen.

Für das Projekt Generationengarten beschloss der Gemeinderat die Änderung des Bebauungs- und Grünordnungsplans. Die Fläche wird mit der Signatur „soziale Zwecke“ versehen. Weiterhin wurde das Sanierungsgebiet für die Städtebauförderung festgelegt.

Auf Landkreisebene ist die Gründung einer Energie-Projektagentur geplant mit dem Ziel, die Erzeugung und Nutzung erneuerbarer Energien im Landkreis zu stärken. Die Gemeinde Reichenschwand begrüßt zwar die Bemühungen zu einer stärkeren Verankerung der Energiewende auf regionaler Ebene unter bürgerschaftlicher und kommunaler Trägerschaft. Da man jedoch aktuell eigene Projekte verfolgt, möchte man zunächst eine abwartende Haltung einnehmen und den Ausgang der eigenen Vorhaben abwarten. Ein Beitritt zu einem späteren Zeitpunkt ist allerdings nicht ausgeschlossen.

Ehrung für verdiente Bürger

Noch bis zum 24. Januar können Vorschläge gemacht werden für die Ehrung verdienter Gemeindebürger. Danach entscheidet der Gemeinderat über das weitere Vorgehen auch unter Berücksichtigung der vorgeschlagenen Gemeindebürger in den Jahren 2012/2013.

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