„Haushalt der Vernunft“ verabschiedet

Gemeinderat Reichenschwand zieht Jahresbilanz

Schon im Sommer hatte sich der Gemeinderat bei einem Ortstermin ein Bild von den nötigen Ortsverschönerungsmaßnahmen in Leuzenberg gemacht – in 2016 wird das Projekt in Angriff genommen. Foto: M. Gniffke2015/12/6893513.jpg

REICHENSCHWAND – Einen „Haushalt der Vernunft“ verabschiedete der Gemeinderat in Reichenschwand in seiner letzten Sitzung des Jahres. Trotz weiterer Investitionen in verschiedene Projekte müssen keine Schulden gemacht werden, sondern können Rücklagen wieder zurückgeführt werden. Größter Posten im Haushalt 2016 wird die Ortsverschönerungsmaßnahme im Ortsteil Leuzenberg – die Planung dazu wurde von Landschaftsarchitekt Manfred Neidl vorgestellt und die Ausschreibung vom Gremium beschlossen.

Bürgermeister Bruno Schmidt stellte den Haushaltsplan für 2016 vor: Mit einem Volumen von gut 4,3 Millionen Euro im Verwaltungshaushalt und knapp 1,5 Millionen Euro im Vermögenshaushalt ist es „ein Haushalt der Vernunft“. Die Finanzlage ist weiterhin gut, die im Landkreisvergleich niedrigen Gebühren und Hebesätze müssen nicht erhöht werden. Rücklagen können wieder zurückgeführt werden. Diese werden auch gebraucht, bekräftigte der Bürgermeister, für künftige Projekte, wie etwa die Ortsplanung Oberndorf, weiteren Straßenausbau, den Neubau eines Feuerwehrhauses sowie Kauf und Gestaltung des Geländes am alten Bahnhof, um nur einige zu nennen.

SPD-Sprecher Lars Fuchs schloss sich der Einschätzung an, betonte jedoch, dass man sich „froh und glücklich schätzen könne“ über die Möglichkeiten, die sich in Reichenschwand durch die gute Finanzlage ergeben. Dies sei keine Selbstverständlichkeit und dessen sei man sich auch bewusst. Immer mit Augenmaß gehe man auch weiterhin Investitionen an, um die äußere und innere Attraktivität der Gemeinde zu verbessern. Auch FWG/ CSU-Fraktionssprecher Josef Meer zeigte sich hoch erfreut, dass man trotz der geplanten Investitionen auch noch „Luft habe für Unvorhergesehenes“. Die Rückführung der Rücklagen sei daher sehr wichtig, dann könne man auch in Zukunft so agieren.

Mit geschätzten Kosten von etwa 500 000 Euro wird die Ortsverschönerungsmaßnahme im Ortsteil Leuzenberg der größte Ausgabeposten im kommenden Jahr. Bürgermeister Schmidt machte noch einmal deutlich, dass hierfür die Gemeinde komplett selbst aufkommen müsse, Zuschüsse sind nicht möglich. Der Gemeinderat hatte sich bereits im Sommer bei einer Ortsbegehung selbst ein Bild von den anstehenden Maßnahmen gemacht. Nun stellte Landschaftsarchitekt Manfred Neidl die Planung vor: Der Straßenbelag soll im gesamten Bereich erneuert werden, die Straße soweit wie möglich verbreitert. In der Ortsmitte entsteht dadurch mehr Platz und es werden zudem zusätzliche Parkplätze geschaffen. Auch die Anlieger werden mit einbezogen, es wird noch einen Termin vor Ort geben zur Vorstellung des Planes.

Der Gemeinderat beschloss anschließend die beschränkte Ausschreibung der Maßnahmen. Gemeinderat Josef Meer freute sich, dass das Projekt nach relativ langwieriger und schwieriger Vorbereitungszeit nun tatsächlich in Angriff genommen werden könne. In den Worten zum Jahresabschluss klang allseits Zufriedenheit mit der sachlichen und konstruktiven Zusammenarbeit im Gemeinderat sowie auch mit der Verwaltung an. Besonderer Dank ging ebenso an alle Gemeindemitarbeiter sowie an die örtlichen Vereine für das Engagement für die dörfliche Gemeinschaft.

Bürgermeister Bruno Schmidt nannte das zu Ende gehende 2015 „ein gutes Jahr“, besonders freue er sich auch, dass die etwa 35 Asylbewerber im Ort so herzlich aufgenommen worden sind. Dabei bedankte er sich insbesondere auch bei dem sehr aktiven Unterstützerkreis. Josef Meer und Lars Fuchs betonten noch einmal, wie wichtig es sei, weiterhin „an einem Strang zu ziehen“.

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