Regenauer feiert mit

Karten für den Abend beim SCR Schnaittach am 18. November im „Tausendschön“ gibt es an der Abendkasse oder im Vorverkauf telefonisch unter 09153/9229570.2010/11/10477_New_1288801863.jpg

Der Ski-Club Rothenberg (SCR) feiert sein 75-jähriges Bestehen – und zwar am Donnerstag, 18. November, um 20 Uhr im Schnaittacher „Tausendschön“. Zu Gast ist Bernd Regenauer, der bekannte Kabarettist. Im PZ-Interview spricht der Rückersdorfer über sein Verhältnis zu Vereinen und zum Sport.

Herr Regenauer, Sie kommen nach Schnaittach zur 75-Jahr-Feier des Ski-Clubs. Wie bereiten Sie sich auf solche Auftritte vor?

Ich spiele ja mein Programm „MixTour“. Dies ist eine Mischung aus verschiedenen Programmen sowie einige Neuigkeiten. Alles baue ich für den jeweiligen Anlass noch individuell zusammen.

Ist der Privatmann Bernd Regenauer eigentlich selbst in einem Verein?

Ja! Das ist ein Novum, ich bin seit vier Jahren zum ersten Mal in meinem Leben in einem Verein! Gleich hier in Rückersdorf beim TSV, denn ich spiele sehr gerne Tennis. Aber dadurch, dass ich oft auf Tournee bin, ist das mit dem aktiven Vereinsleben so eine Sache. Da müsste ich schon immer sehr flexibel sein. Aber im Sommer bin ich sehr gerne auf die Plätze gegangen, das ist gleich bei mir ums Eck. Ein Vereinsmensch bin ich aber dennoch eher nicht.

Wie sieht es sonst mit Ihrer Fitness aus – würde man Sie in einer der SCR-Sparten Mountainbike, Leichtathletik oder Ski antreffen?

Ski fahre ich sehr gerne, allerdings ruht das seit einiger Zeit, letzten Winter habe ich es zeitlich gar nicht geschafft. Grundsätzlich bin ich aber ein Mensch, der gerne draußen ist. Ich fahre gerne Rad oder gehe in die Berge. In die Halle dagegen zieht es mich nicht so, also ein reiner Hallensport wäre nichts für mich. Und beim Joggen: Ich sehe da irgendwie keinen Sinn darin, die zehn Kilometer in einer Stunde runterzulaufen. Ich komm ja doch immer nur da an, wo ich zu Beginn schon war.

Ist Sport für Sie ein Ventil, um abzuschalten, oder hilft da eher ein ruhiger Abend mit klassischer Musik?

Also ein Abend mit klassischer Musik eher selten, ich hole mir oft Entspannung übers Kochen, das mache ich mit Leidenschaft. Außerdem bin ich gerne mit Freunden zusammen oder gehe auch mal aus. Oft gehe ich auch in den Wald, bei ausgedehnten Spaziergängen finde ich zu mir.

Manchmal sieht man Sie im Eiscafé Campo, oft alleine. Holen Sie sich da Ihre Inspiration? Oder kommen die Ideen, wenn Sie sich in Schreibklausur zurückziehen?

Sowohl als auch. Wenn ich so am Schreibtisch sitze und schreibe, treibt es mich zwischendurch immer wieder raus. Einfach auch, um diese latente Einsamkeit bei der Schreiberei etwas zu durchbrechen. Ich bin eh gerne unter Leuten, höre die Stimmen um einen herum, das inspiriert.

Wie lange wird ein Programm von Ihnen immer gespielt? Machen Sie das von der Resonanz abhängig?

Das kann man gar nicht so genau sagen. Mit „Unter Freunden“ hatte ich vor ziemlich genau zwei Jahren Premiere – und das spiele ich immer noch. Ich spiele die Programme immer erst in Franken und danach bundesweit. Momentan zum Beispiel spiele ich „MixTour“, „Unter Freunden“ und mein aktuelles Programm parallel. Das geht ganz gut, weil diese drei sehr unterschiedlich sind. „MixTour“ ist eher unplugged, also nur die Bühne und ich, „Unter Freunden“ ist eine kabarettistische Theaterform und „Alles eine Frage der Antwort“ bringt wieder die Musik ins Spiel.

Was macht Bernd Regenauer in zehn Jahren?

Oh, ehrlich gesagt: Das will ich gar nicht wissen. Ich bin manchmal fast ein wenig erschüttert, dass meine Terminplanung schon in 2012 hineinragt. Und in zehn Jahren, da habe ich ja auch die 60 schon überschritten. Man weiß nie, was kommt, aber irgendwas mit Bühne und Kabarett bestimmt. Auf jeden Fall will ich mir meine Neugierde bewahren.

Interview: Astrid Hopf

N-Land Pegnitz-Zeitung
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