Tradition an Fronleichnam wird gepflegt.

Prozessionen durch katholische Orte

Pfarrer Hans Eisend mit der Monstranz am ersten Schnaittacher Altar umringt von den Gläubigen. | Foto: Schuster2019/06/Fronleichnam-Schnaittach.jpg

SCHNAITTACH/LAUF/SCHWAIG. Blumengeschmückte Altäre und Prozessionen durch den Ort zeigten am Fronleichnamstag auch in diesem Jahr wieder, dass diese christliche Tradition in allen katholischen Gemeinden im PZ-Land noch sehr gepflegt wird.

Vor allem die mit Blumen herrlich geschmückten Altäre an den Stationen wurden in Schnaittach von den Teilnehmern der Fronleichnamsprozession sehr gelobt. Im Wechsel mit Kirchröttenbach findet nur noch jedes zweite Jahr die Prozession am Fronleichnamstag selbst statt. Am darauffolgenden Sonntag ist dann der jeweils andere Ort im Seelsorgebereich geschmückt. Deshalb findet nun diesen Sonntag, ebenfalls mit Pfarrer Hans Eisend, in Kirchröttenbach die Fronleichnamsfeier mit Umzug statt.

In Schnaittach begrüßte Pfarrer Eisend zunächst in der Kirche St. Kunigund die Christen beim Festgottesdienst. Anschließend stellten sich die Teilnehmer der Prozession in der vorgegebenen Reihenfolge am unteren Marktplatz auf und zogen zum Kindergarten in der Erlanger Straße. Dort hatte die katholische Jugend einen Blumenteppich direkt vor dem Altar der ersten Station gestaltet. Fürbitten an dieser ersten Station wurden von den Ministranten gelesen.

Vorbei an der Allee, die Badstraße abwärts, steuerte die Prozession den zweiten Altar am Bürgerweiher an. Die Gestaltung des Altars oblag hier dem Frauenkreis, der an dieser Station auch die Fürbitten sprach.

Über die Nürnberger Straße in die Bahnhofstraße gelangte die Prozession zur dritten Station in der Fröschau. Diesen Altar mit dem Blumenteppich hatte die Kolpingsfamilie aufgebaut. Hier wurden die Fürbitten von den Kolping-Mitgliedern gelesen, da jede Gruppierung für ihre Station verantwortlich war.

Die letzte Station, bei der am Altar Kerzen angezündet wurden, befand sich im unteren Marktplatzteil. Verantwortlich dafür zeichnete die Kirchenverwaltung mit dem Pfarrgemeinderat. Unter anderen sprachen hier der 2. Bürgermeister, Karlheinz Lang, sowie der Pfarrgemeinderatsvorsitzende, Franz Ohlwärther, die Fürbitten. Die Verkehrsabsicherung übernahm die Feuerwehr.

Viele Häuser entlang der Strecke waren in Schnaittach geschmückt mit Fahnen, Blumen und Fensterteppichen. Musikalisch begleitet wurde die Prozession von den Bläsern der Wallfahrtskapelle Kirchröttenbach. Einige Kinder streuten Blumen und Blüten, wie es von jeher üblich war.

Unterstützung von der geistlichen Seite erhielt der Pfarrer durch das Pastoralteam mit Anne Bail und hier erstmals mit dabei, Ferdinand Lenk.

Laufer Gottesdienst wegen Schauer in der Kirche

Das Regenradar ließ am Morgen des Fronleichnamstages in Lauf nichts Gutes erwarten. Für den Zeitpunkt der Predigt von Dekan und Pfarrer Stefan Alexander sollte über der Stadt ein kräftiger Regenschauer niedergehen. Kurzerhand wurde umdisponiert und der Gottesdienst von der Wiese an der katholischen Ottokirche in die Pfarrkirche verlegt. Fleißige Hände packten an, um den Blumenschmuck vor den Altar der Kirche zu bringen.

Nach der Messfeier zeigte sich die Sonne von ihrer strahlenden Seite und so zogen Laufs Katholiken durch die Straßen zwischen Ottogasse und Eichenhainstraße, Weigmann- und Eckertstraße. Kinderkrippe und Jugendzentrum, S-Bahnhof und Pflegeheim, Pfarrheim und Kirche waren die pulsierenden Lebensorte, an denen die Prozession vorbeizog, um mit der hinausgetragenen Monstranz und einer großen Schar Gläubiger anzuzeigen, dass Gott im Leben der Menschen gegenwärtig ist.

Lieder und Gesänge, biblische Texte und Gebete prägten den Prozessionsweg, der an drei Altären Station machte und schließlich in ein Fest zwischen Kirche und Pfarrheim einmündete. Hier gab es etwas zu essen und zu trinken, während die Klänge der Lillachtaler Musikanten das Zentrum um die Kirche erfüllten.

Schwaiger Prozession führte zu vier Altären

Nach einer heiligen Messe in der katholischen Apostel-Paulus-Kirche in Schwaig zogen die Gläubigen in einer feierlichen Prozession hinter der von Pfarrer Günter Sprenger unter einem sogenannten „Himmel“ getragenen Monstranz mit Gebet und Gesang durch die Gemeinde. Angeführt wurde die Prozession in diesem Jahr von Aktiven des Heimat- und Trachtenvereins Behringersdorf, die in ihrer Festtagstracht einen prächtigen Blickfang boten. Für die musikalische Umrahmung sorgte die Blaskapelle Rothenberg.

Der Weg führte zu vier Altären, die vor dem Friedhof in der Reichswaldstraße, in der Rainstraße, im Unteren Röthelweg und in der Moritzbergstraße vor dem Katholischen Kindergarten von Anwohnern aufgebaut und liebevoll geschmückt worden waren. Bei jedem Altar hielt der Zug inne, es wurde gesungen und gebetet und Pfarrer Günter Sprenger erteilte den sakramentalen Segen. Der Abschluss der Prozession fand wieder in der Kirche statt. Nach dem gemeinsam gesungenen Lied „Großer Gott wir loben dich“ folgte der Schlusssegen. Anschließend trafen sich die Gläubigen zu einem gemütlichen späten Frühstück.

Hans Brinek/Hans-Peter Miehling/Udo Schuster

N-Land Pegnitz-Zeitung
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