Cjt-Schüler gewinnen Crossmedia-Festival

Preise für junge Laufer Filmemacher

Im Bann der Felsen: „Boulderrausch“ zeigt Nahaufnahmen. | Foto: CJT-Gymnasium2020/12/Filmszene_Boulderrausch-scaled.jpg

LAUF. Das Crossmedia-Festival ist der größte bayerische Kreativwettbewerb im Bereich der digitalen Medien. Veranstaltet wird er von der Landesarbeitsgemeinschaft Neue Medien e.V. sowie dem Bayerischen Rundfunk im Auftrag des Bayerischen Staatsministeriums für Unterricht und Kultus. Unter zahlreichen Einsendungen wurden Preise in sieben Kategorien vergeben. Dabei punkteten Schülerinnen und Schüler des CJT-Gymnasiums Lauf.

In der Kategorie „Shortfilm“ holte das Team Jannik Hösch, Luis Pitterlein, Elena Link und Tobias Gebhard mit „Revoir“ den 1. Preis. Annika Bauer schaffte mit „Boulderrausch – Bouldering in Frankenjura“ den 3. Platz. In der Kategorie „Foto – Grafik – Layout“ bekamen Anja Beranek und Theresa Luft für ihre Bildmontagen von fantastischen Welten jeweils eine besondere Anerkennung.

Behutsames Porträt

Das Feedback der Jury fiel eindeutig aus: Der knapp siebenminütige Kurzfilm „Revoir“, die Geschichte eines Verlustes, schaffe, zwischen Realität und Fiktion wechselnd, ein Spannungsfeld, in dem sich der Betrachter behutsam dem Gefühlsleben des Protagonisten nähern könne.

Die gelungene Kameraführung, eine sorgfältig abgemischte Tonspur und das gezielte Spiel mit Schärfe und Unschärfe schafften eine Atmosphäre, die in ihren Bann zieht. Nahaufnahmen und wirkungsvolle crossmediale Effekte (z. B. das sich langsam verzerrende Kreismotiv der Wandgestaltung) entwickelten zusätzlich einen Sog. Die Hauptfigur versuche in ruhigen Einstellungen, sich diesem Sog zu widersetzen und wieder Halt im realen Alltag zu finden.

Liebeserklärung an das Bouldern

Der Film „Boulderrausch“ ist aus Sicht der Jury ein einfallsreiches Promotion-Video für die Sportart Bouldern und damit ebenfalls preiswürdig. Mit Dicky Korb als professionellem Olympia-Trainer werden aus Sicht der Jurymitglieder die einzelnen atmosphärischen, dynamisch geschnittenen Kletteraufnahmen in kurzweiligen Interview-Antworten zusammengehalten.

Man sieht in dem Streifen junge Sportler kräftige Kletterzüge ausführen. Details, wie der Blick auf den Griff der weiß gepuderten Hand am Fels oder das Abbürsten von Klettergriffen vom Magnesium-Staub und in Detailaufnahmen die abgeklebten Fingersehnen mit den weißen Pflasterstreifen sind Indizien des Kletterns am körperlichen Limit.

Flache Schärfe

Boulderrausch zeigt Durchblicke in flacher Schärfe gefilmt, die das breite Querformat hochformatig wirken lassen. Drohnenaufnahmen ermöglichen einen weitläufigen Blick. Das Sounddesign mit kraftvoll ausgewählten Musikpassagen zu schnellen Schnitten unterstützt aus Sicht der Juroren das jugendliche Lebensgefühl.

Die crossmedial eingefügten historischen Rückblicke auf Pioniere des Kletterns, wie z. B. den Flipper Fietz aus den 1980er Jahren mit seinem Kletterladen „Fietzophren“ sind in schnell blätternden Fotos sowie mit Trickfilm-Sequenzen in Scherenschnitt-Optik und mit Schriftanimation im Abspann poetisch integriert.

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