Pommelsbrunn

Workshop für Rettungshunde

Kathleen Flade veranstaltet in Pommelsbrunn einen Workshop für Rettungs- und Jagdhunde. | Foto: privat2021/07/redwebBild1.jpg

MÜNCHEN/POMMELSBRUNN – Kathleen Flade ist Hundetrainerin und Spürhundeführerin aus München. Am 24. und 25. Juli verschlägt es sie in die Hersbrucker Schweiz. In Pommelsbrunn bietet sie einen Rettungshunde-Workshop an. Die HZ fragte nach, was es im Workshop alles zu lernen gibt und wieso der nicht nur für Rettungshunde gedacht ist.

Sie veranstalten in Pommelsbrunn einen Rettungshunde-Workshop. Um was geht es dabei genau?

Kathleen Flade: In der Rettungshundearbeit gibt es drei Möglichkeiten, wie ein Hund seinem Hundeführer anzeigt, dass er eine vermisste Person gefunden hat, die sogenannte Anzeige. Eine Möglichkeit ist das Verbellen, der Rettungshund findet eine vermisste Person und bellt diese so lange an, bis der Hundeführer bei seinem Hund ist. Die anderen beiden möglichen Formen der Anzeige laufen still ab. Einmal läuft der Hund nach seinem Fund zu seinem Hundeführer, zeigt ihm durch Anspringen, Anbellen oder Anstupsen, dass er die vermisste Person gefunden hat und führt den Hundeführer zur vermissten Person. Bei der dritten Möglichkeit trägt der Rettungshund ein Bringsel an seinem Halsband, nimmt dieses bei der vermissten Person auf, bringt es dem Hundeführer und führt ihn zur vermissten Person zurück. Die Anzeige ist für eine Rettungshund sehr wichtig, da das Team sonst nicht erfolgreich suchen kann. Im Workshop arbeiten wir an den stillen Anzeigeformen, dem Freiverweis und dem Bringselverweis.

Für wen ist der Workshop geeignet? Können sich Interessierte noch anmelden?

Der Workshop ist nicht ausschließlich für Rettungshundeführer geeignet, auch Jagdhundeführer arbeiten mit Freiverweisern und Bringslern, die Ausbildung läuft sehr ähnlich ab, wie in der Rettungshundearbeit. Außerdem können interessierte Hundebesitzer ihren Hund z.B. in der Gegenstandssuche über einen Rückverweis Gegenstände verweisen lassen. Ich finde den spartenübergreifenden Austausch sehr spannend und interessant, dabei entsteht ein sehr vielfältiger Erfahrungsaustausch. Interessierte können sich gerne noch melden. Plätze mit Hund gibt es noch einen und Plätze ohne Hund sind noch einige frei. Wir arbeiten in einer sehr kleinen Gruppe mit maximal sechs Hund-Mensch-Teams und sechs Teilnehmern ohne Hund.

Sie sind mit den teilnehmenden Mensch-Hund-Teams ja sicher an dem Wochenende auch in freier Natur unterwegs. Was sollten Wanderer beachten, wenn sie Ihnen begegnen?

Es ist grundsätzlich immer gut auf den ausgewiesenen Wegen zu bleiben, dann kommt es sehr selten zu Begegnungen mit einem Rettungshund. Die meisten Rettungshunde erkennt man an einer Kenndecke oder Signalhalsung mit einer Glocke, falls man verbellt oder anderweitig angezeigt wird kann man entweder entspannt stehen bleiben und auf den Hundeführer warten oder einfach seines Weges ziehen. Ein Rettungshund kann auch im Einsatz Wanderern oder Spaziergängern begegnen und sollte damit umgehen können, dass die vermeintlich vermisste Person einfach wegläuft. Auch eine Person aus einem Altenheim, die tatsächlich vermisst wird, kann noch sehr mobil sein und dem Hund davonlaufen. Im Workshop in Pommelsbrunn wird es solche Situationen eher nicht geben, da wir am Anzeigeverhalten arbeiten und die Hunde immer in unserem Sichtfeld sein werden.

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