Per pedes nach Jerusalem

Die 40 Kilo Gepäck hatte Stefan Spangenberg in seinem „Monowalker“ dabei. | Foto: privat2020/08/2018-11-07-1170375.jpeg

HUBMERSBERG – Zwei Stunden Vortrag. Das kann zäh werden. Nicht bei Jerusalempilger Stefan Spangenberg: Der Ingelheimer nahm seine Zuhörer im Hotel Lindenhof mit auf einen spannenden Road-Trip.

283 Tage zu Fuß nach Jerusalem. Der Katholik Spangenberg nutzte die Zeit zur inneren Einkehr und hatte immer wieder überraschende Begegnungen und Erlebnisse mit Menschen aus aller Herren Länder, besuchte interessante Sehenswürdigkeiten wie Troja und die Mönchsrepublik Athos und sah wunderschöne Landschaften. Ein Zuckerschlecken war die Pilgerreise nicht: Fünfmal ließ Spangenberg unterwegs seine Schuhe neu besohlen. Die 40 Kilo Gepäck hatte er in seinem „Monowalker“ im Schlepptau, einem einrädrigen Gefährt, festgespannt am Körper mit einer Art Geschirr.

Der ehemalige Marathonläufer wollte für eine Reise durch zehn Länder für alles gewappnet sein. So war auch ein Zelt immer dabei: In der Türkei musste Spangenberg dieses mangels Unterkunft mehrmals aufschlagen. Immer wieder begegnete er unterwegs hilfsbereiten Menschen, wie zwei Tankwarten in der Türkei mitten im Nirgendwo. Die beiden jungen Leute teilten mit dem erschöpften Spangenberg ihr Abendessen. „Es war ein fantastisches Erlebnis. Ich habe Landschaften entdeckt und viel Hilfsbereitschaft erfahren und mir ist nichts Böses passiert. Ich glaube, der liebe Gott hat seine schützende Hand über mich gehalten.“

Nichts Neues verpassen! - Newsletter abonnieren