Beitrag auf Sat 1 Bayern

Hohenstädter Bahnübergang heute im Fernsehen

Wieder vor der Kamera: Am Bahnübergang fühlt sich Erich Pemsel (rechts) von der Bahn im Regen stehen gelassen. | Foto: W. Sembritzki2019/03/DSC_0191.jpeg

HOHENSTADT – Der Bahnübergang-Streit in Hohenstadt geht in die nächste Runde.

Erich Pemsel ließ der HZ-Redaktion zwei Clips zukommen. 23 Mal ertönt der Signalton im Filmchen, ehe sich die Schranke am Übergang in der Happurger Straße vollständig gesenkt hat.  Ein paar hundert Meter weiter, wo sich Schienen und Hauptstraße treffen, fährt die Schranke auch mit Gebimmel herunter, jedoch ist der Spuk früher vorbei: Nur zwölf Mal ertönt der Warnhinweis im Video.

Die HZ machte sich einige Tage später selbst vor Ort ein Bild an der Hauptstraße: Es bimmelt 23 Mal, wie in der Happurger Straße. Zur Zeit des Videos war wohl die Anlage defekt. Jedenfalls sei das Geläut bis zum Friedhof zu hören, ärgern sich die Betroffenen.

Pikant: Die Bahn will davon nichts wissen. „Mitarbeiter der Deutschen Bahn haben beide Bahnübergänge geprüft und dabei keine Unterschiede, weder im Warnton noch in der Häufigkeit des Tons festgestellt“, erklärt ein Sprecher der Bahn auf HZ-Nachfrage. „An beiden Übergängen gelten folgende Werte: Vorleuchtzeit, drei Sekunden Gelb, 13 Sekunden Rot, sechs Sekunden Schrankenschließzeit“.

Hohenstadt wendet sich wieder an die Medien. Zum „Pressetermin“ in Erich Pemsels Garten erscheinen Nachbarn aus der mehr oder weniger unmittelbaren Umgebung. Es geht mal wieder vor die Kameras. Ein Filmteam der Nachrichtenagentur News5 begleitet die Anwohner zum Ort ihrer Wut. Sammelt Stimmen, filmt die Schranken, zeichnet den Signalton auf. Viel Neues gibt es nicht zu berichten, in den vergangenen Monaten ist kaum etwas passiert. Heute Abend um 17.30 Uhr läuft der Beitrag auf Sat 1 Bayern.

N-Land Wolfgang Sembritzki
Wolfgang Sembritzki