Ottensoos plant eine Querungshilfe für Radfahrer

Sicher über die Straße

Zwischen dem Ende des Radwegs (rechts) und dem Wendeplatz des Nightliners (links) soll die neue Verkehrsinsel entstehen. | Foto: Haase2020/02/Ottensoos-Radfahrerinsel-scaled.jpg

Ottensoos – Wird es noch in diesem Jahr eine Querungsinsel für Radfahrer am nördlichen Ortseingang von Ottensoos geben? Darüber berät sich die Gemeinde derzeit mit dem Landrats­amt. Denn der Radweg und die Straße, an der die Insel gebaut werden soll, gehören dem Landkreis.

Wenn Radfahrer von der B 14 kommend nach Ottensoos wollen, müssen sie kurz vor dem Ortseingang die Kreisstraße queren. Dieses Gefahrenpotenzial würde die Gemeinde gerne durch eine Insel in der Mitte der Straße, genauer gesagt auf Höhe des Nightliner-Wendeplatzes, verringern. Wie Ottensoos’ Bürgermeister Klaus Falk erklärt, soll hierzu die Fahrbahn an der Stelle verschoben und verbreitert werden. Auf der Insel können Radfahrer dann warten, wenn sie die Kreisstraße nicht in einem Zug überqueren können.

Seit Jahren im Gespräch

Doch die Umsetzung des Projekts liegt nicht allein in den Händen der Kommune, denn über die Straße und den Radweg entscheidet der Landkreis. „Ich verstehe das nicht. Wir planen das schon so lange“, sagte Ulrike Praß (SPD) bei der letzten Sitzung des Gemeinderats. Denn bereits vor drei Jahren hat die Gemeinde Ottensoos einen ersten Planungsvorschlag beim Landratsamt eingereicht und sich immer wieder über den aktuellen Stand erkundigt. Auch Hans-Helmut Schmidt (FWG) drückte sein Unverständnis aus und schlug vor, das Landratsamt noch einmal an die Entwürfe zu erinnern.

Jetzt im Februar ging es einen Schritt vorwärts: Nach einem Orts­termin an der zukünftigen Baustelle erklärte sich der Landkreis bereit, den Bau zu übernehmen. Allerdings muss sich die Kommune maßgeblich an den Kosten in Höhe von etwa 50 000 Euro beteiligen.

„Die Gemeinde ist grundsätzlich bereit, das Projekt mitzutragen“, sagte Falk. Er wolle jedoch nicht, dass das Landratsamt den Großteil der Baukosten auf die Gemeinde abwälzt. „Am Ende geht es darum, wie viel es kostet und wer es zahlt.“ Jetzt gilt es, mit dem Landratsamt zu verhandeln, dann könnte die Querungsinsel noch in diesem Jahr entstehen.

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