Vorsicht im Verkehr

Zeitumstellung stresst das Wild

Auch Wildschweine leiden unter der Zeitumstellung. Die Jägervereinigung Lauft mahnt Autofahrer deshalb zu besonderer Vorsicht.2016/05/wildsau.jpg

NÜRNBERGER LAND — Es klingt wie ein Scherz, aber glaubt man der Laufer Jägervereinigung, ist es ein echtes Problem: Die am 25. März bevorstehende Zeitumstellung stresst nicht nur Menschen, sondern auch das Wild.

„Plötzlich sind wir Menschen zu ungewohnter Zeit auf den Straßen unterwegs, das tägliche Leben beginnt eine Stunde früher. Auf einmal ist es noch dunkel, wenn der Straßenverkehr erwacht“, fassen die Jäger zusammen. Sie bitten alle Autofahrer, besonders in Waldstücken sowie unmittelbar davor oder danach auf Tiere zu achten, die die Fahrbahn überqueren. „Angepasste Geschwindigkeit ist ein absolutes Muss“, der Zusammenprall mit einem Reh oder Wildschwein könne gefährlich sein.

Auch für freilaufende Hunde besteht laut Wolfgang Dünfelder von der Jägervereinigung Lauf derzeit besondere Gefahr. „Der Nachwuchs bei den Wildschweinen macht bereits die ersten kleinen Ausflüge – unter strenger Obhut der Bache.“ Sieht das Muttertier die Frischlinge bedroht, „wird sie aggressiv“.

Wer als Spaziergänger hingegen einen vermeintlich verwaisten Hasen entdeckt, lässt ihn besser liegen. „Die Häsin ist in der Nähe und wartet nur, bis sie ungestört ist, dann holt sie ihr Junges wieder in den sicheren Unterschlupf“, so die Jäger.

N-Land Pegnitz-Zeitung
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