Freiwillige Helfer kümmern sich um Amphibien

Überlebenswichtig für Kröten und Frösche

Carola Wieding betreut seit Jahren den Krötenzaun bei Neunhof.
Carola Wieding betreut seit Jahren den Krötenzaun bei Neunhof. | Foto: Fischer2016/03/krotenzaun-carol-wenig.jpg

LAUF — Mit wärmeren und feuchteren Tagen gehen Kröten, Frösche und Molche wieder auf Wanderschaft zu ihren Laichgewässern. Wie im ganzen Freistaat sorgen auch im PZ-Land Krötenzäune an Straßen und viele freiwillige Helfer in den nächsten Wochen dafür, dass Amphibien sicher an ihr Ziel kommen.

So betreut beispielsweise die Tauchersreutherin Carola Wieding mit anderen Helfern den Krötenzaun am nördlichen Ortsrand von Neunhof. Der Krötenzaun selbst wurde wie jedes Jahr vom Staatlichen Straßenbauamt aufgestellt. Wieding und ihre Helfer sammeln nun jeden Tag die in Eimer hinter den Zäunen gefallenen Kröten ein und tragen sie sicher über die Straße. Auch in Schönberg und anderen Stellen sorgen viele freiwillige Helfer jedes Frühjahr dafür, dass die geschützten Kröten überleben.

Rund 6000 freiwillige Helfer des Bund Naturschutz (BN) sind in Bayern im Einsatz. Sie rettet jährlich 700 000 Amphibien das Leben. Es ist die größte Naturschutz-Mitmachaktion im Freistaat, sagt ein Sprecher.

Wenn Kröten aus der Winterstarre erwacht sind, machen sie sich auf den Weg zu ihren Laichgewässern. Vor allem in der Morgen- und Abenddämmerung und in den Nachtstunden überqueren sie scharenweise Straßen. Doch der Weg zur Fortpflanzung endet oft mit dem Tod unter einem Autoreifen.

„Bis Ende April muss man mit den Amphibien rechnen, oder mit Menschen, die in den Morgen- und Abendstunden unterwegs sind, um diese einzusammeln“, so Heide Frobel, Vorsitzende der BN-Kreisgruppe Nürnberger Land. Sie betreut zusammen mit anderen Helfern den Krötenzaun in der Fuchsau (Altensittenbach).

Wie notwendig die Maßnahme ist, zeigen die Zahlen der hier erfassten Tiere. 2015 wurden hier 3 735 Tiere gezählt. Den größten Teil davon machen die Erdkröten aus. Daneben gibt es viele Grasfrösche und immer mehr Berg- und Teichmolchen. Die größte Freude empfinden die Amphibienfreunde, wenn sie einen Kammmolch vorfinden, der in Bayern besonders bedroht ist.

N-Land Clemens Fischer
Clemens Fischer