Amphibien wandern zu Laichplätzen

Obacht, Frosch!

Grasfroschpaare begeben sich in nächster Zeit auf den Weg zu ihren Laichgründen, ebenso wie Kröten und andere Froscharten. | Foto: Wolfgang Wilner2019/03/NL-Grasfrosch-Foto-W.-Wilner.jpeg

NÜRNBERGER LAND – Überall sind die Amphibienschutzzäune entlang der Straßen bereits aufgebaut worden, damit Erdkröten, Grasfrösche und Molche auf dem Weg zu den Laichgewässern nicht überfahren werden.

Die bayernweite Aktion mit rund 6 000 Freiwilligen rettet jährlich hunderttausenden Amphibien das Leben. Ab einer nächtlichen Temperatur von circa fünf Grad Celsius und insbesondere bei regnerischem Wetter sind die fortpflanzungsbereiten Tiere massenweise im Frühling unterwegs.

Die ehrenamtlichen Helfer kontrollieren jeden Abend und oft auch morgens die Fangzäune und bringen die eingesammelten Tiere sicher auf die andere Straßenseite. Bis Ende April müssen Autofahrer mit wandernden Amphibien auf den Straßen rechnen oder mit Menschen, die zu deren Schutz in den Morgen- und Abendstunden unterwegs sind.

„Hauptnahrung fehlt“

„Viele Amphibien können wir vor dem Straßentod retten. Aber der Rückgang der Insekten macht ihnen schwer zu schaffen: Hauptnahrung der Amphibien sind Insekten. Auch der Einsatz von Pestiziden und die Abnahme von blüten- und insektenreichen Wiesen tragen zum allmählichen Verschwinden unserer Kröten, Frösche und Molche bei“, erklärt Heide Frobel, Vorsitzende der BN-Kreisgruppe Nürnberger Land.

Sie wünscht sich, dass die Krötenrettung im Landkreis auch in Zukunft weiter geht: „Viele Helferinnen und Helfer kommen in die Jahre. Wir hoffen, dass es überall gelingt, dass die Betreuung der Zäune von Jüngeren übernommen wird.“

Wer mithelfen möchte oder eine Stelle entdeckt hat, an der viele Amphibien überfahren werden und an der kein Schutzzaun steht, kann sich per Mail bei der BN-Kreisgruppe Nürnberger Land unter [email protected] melden.

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