Gesundheitsamt warnt vor Naturgewässern

Larven im Badesee

Gabelschwanzlarven können in jedem Gewässer vorkommen, auch im Feuchter Jägersee. | Foto: Ella Distel2019/07/Feucht-Jaegersee-Baden.jpg

NÜRNBERGER LAND – Das Baden in Naturgewässern wie Baggerseen kann Folgen haben: Vor allem wenn Enten oder andere Wasservögel sich im Badegewässer aufhalten, sind Hautflecken und Juckreiz möglich. Darauf weist das Staatliche Gesundheitsamt in Lauf hin.

Juckreiz und rote Flecken

Der Juckreiz kann durch eine sogenannte Zerkariendermatitis oder eine Entenbilharziose nach dem Baden in natürlichen Gewässern entstehen. Verursacht wird beides durch Gabelschwanzlarven (Zerkarien).

Die Symptome sind ungefährlich und heilen folgenlos ab, doch können die verursachten Beschwerden für Betroffene unangenehm sein. Schon wenige Minuten nach dem erstmaligen Kontakt im Wasser kann ein leichtes Hautjucken auftreten, das von roten Flecken begleitet wird.

Bei dafür besonders empfindlichen Personen kommt es möglicherweise zu einem stark juckenden und Bläschen bildenden Hautausschlag, der bis zu zwanzig Tage anhalten kann.

Besonders Kinder sind gefährdet

Bei erheblichen Beschwerden sollte ein Arzt aufgesucht werden. Das Gesundheitsamt gibt Tipps, wie Badegäste das Risiko mindern können, mit Zerkarien in Kontakt zu kommen: längere Aufenthalte im Flachwasserbereich vermeiden (gerade Kinder sind gefährdet); zum Schwimmen tiefere oder leicht strömende Bereichen bevorzugen; nach dem Schwimmen die Badesachen wechseln; sich mit einem Handtuch gut abreiben (Zerkarien trocknen schnell aus).

Das Gesundheitsamt rät außerdem, Fütterungsverbote für Wasservögel das ganze Jahr über zu beachten.

N-Land Der Bote
Der Bote