Neuwahlen bei Feuerwehr

Holger Herrmann ist neuer Kreisbrandrat

Holger Herrmann (2.v.l.) wird im November Nachfolger von Norbert Thiel (2.v.r.) als oberster Feuerwehrmann des Landkreises. Landrat Armin Kroder (l.) und Bürgermeister Klaus Hacker (r.) gratulierten. | Foto: Sven Munker2021/08/Feuerwehr-Landkreis-Kreisbrandrat-Neuwah.jpg

RÖTHENBACH (sm/kir) – Für Norbert Thiel ist im November nach zwölf Jahren als Kreisbrandrat Schluss, sein Nachfolger ist Kreisbrandinspektor Holger Herrmann. Zu der turnusgemäßen Neuwahl in der Röthenbacher Karl-Diehl-Halle war Thiel nicht mehr angetreten.

Als Kandidaten hatte das Landratsamt Kreisbrandinspektor Holger Herrmann aus Hersbruck und Kreisbrandmeister Martin Decker aus Osternohe vorgeschlagen. Weitere Vorschläge aus den Reihen der Anwesenden am Dienstag gab es nicht.

In einer Vorstellungsrunde hatten die Kandidaten die Gelegenheit, den Anwesenden die eigene Person, aber auch ihren Werdegang sowie ihre Ziele und Vorstellungen für die künftige Entwicklung der Wehren im Landkreis vorzustellen. Dabei standen für beide Bewerber die Anpassung auf sich wandelnde Herausforderungen im Einsatz sowie ein Miteinander aller Wehren im Landkreis im Vordergrund.

Klares Ergebnis

In geheimer Wahl konnte sich Holger Herrmann (78 Stimmen) deutlich gegen seinen Mitbewerber Martin Decker (38 Stimmen) durchsetzen. Herrmann ist seit 35 Jahren aktiv in der Feuerwehr tätig. Der 50-jährige Bauingenieur ist seit 2009 Kreisbrandinspektor im Dienstbezirk 1 (dem nordwestlichen Landkreis) und kann auf entsprechende Erfahrung zurückgreifen. Für den künftigen Kreisbrandrat beginnt nun die Vorbereitungsphase, denn bis zum 19. November 2021 ist Kreisbrandrat Norbert Thiel noch im Amt.

Die Wahl des obersten Feuerwehrmannes im Landkreis war der einzige Tagesordnungspunkt bei der Dienstversammlung der ersten Kommandanten und Leiter der Werksfeuerwehren im Nürnberger Land. Thiel hat das Amt des Kreisbrandrates seit 2009 inne. Der Architekt aus Hersbruck, der vor kurzem seinen 60. Geburtstag feiern konnte, stellte sich nach nun zwölf Jahren nicht mehr zur Wahl.

Chance für die Jüngeren

Er betonte, dass dies nicht aus gesundheitlichen Gründen oder altersbedingt geschieht. Vielmehr wolle er die Geschicke der Wehren im Landkreis in jüngere Hände legen – im Wissen, dass genügend geeignete Kandidaten mit einer hochmotivierten, hervorragend ausgebildeten und sehr erfahrenen Mannschaft in den Startlöchern stehen, so Thiel.

Er ist seit 37 Jahren Mitglied der Kreisbrandinspektion. Der Feuerwehr wird er als aktives Mitglied und als stellvertretender Vorsitzender des Bayerischen Landesfeuerwehrverbandes erhalten bleiben.

Dank an Retter

Vor der Wahl hatte sich Landrat Armin Kroder bei den Feuerwehrleuten im Landkreis für die geleistete Arbeit zu Zeiten der Pandemie bedankt. Sie hätten bewiesen, dass sie Probleme erkennen und auch gemeinsam anpacken könnten. Dass es sich um ein Ehrenamt handle, sei heute vielen Menschen nicht mehr bewusst.

Sein besonderer Dank galt dem scheidenden Kreisbrandrat Norbert Thiel, auch für die stets gute Zusammenarbeit. Die eigentliche Verabschiedung soll zu einem späteren Zeitpunkt in würdigem Rahmen erfolgen. Der Landrat wünscht eine ähnlich gute Zusammenarbeit mit Thiels Nachfolger.

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