Eberhard wütete

Feuerwehren im Landkreis kämpften mit den Folgen des Sturmtiefs

Jede Menge zu tun hatten die Einsatzkräfte der Feuerwehr Hersbruck am Sonntag: Hier räumen sie gerade die Kellerstraße auf, nachdem dort ein Baum umgekippt war. | Foto: Feuerwehr Hersbruck2019/03/Baum.jpg

NÜRNBERGER Land – Alle Hände voll zu tun hatten die Feuerwehren in Hersbruck und Umgebung am Sonntag. Sturm „Eberhard“ machte auch vor dem Landkreis nicht halt.

Von bislang 50 Einsätzen im alten Hersbrucker Landkreis berichtet Kreisbrandrat Norbert Thiel am Montagmorgen. Hauptsächlich galt es, umgestürzte Bäume zu entfernen. Die Zahl könnte aber durchaus noch steigen, so Thiel, manche Einsätze seien noch nicht im System verzeichnet.

Insgesamt 25 Feuerwehren mussten zwischen Höfen und Kucha am Wochenende ausrücken, um Straßen, Häuser und Autos von Gehölz zu befreien. Glücklicherweise kamen bei keinem Einsatz Personen zu Schaden.

Die Hersbrucker Feuerwehr hatte es am Sonntag gegen 18.45 Uhr mit einem Baum zu tun, der auf der Kellerstraße quer lag und diese unpassierbar machte. Die Einsatzkräfte zerlegten den hölzernen Koloss und säuberten die Fahrbahn.

Deutlich schwieriger gestaltete sich der Einsatz drei Stunden später: Im Michael-Wohlgemuth-Weg war eine etwa 35 Meter hohe Tanne vom Park des Schickedanz-Anwesens auf ein Nachbarhaus gestürzt. Auch hier wurde niemand verletzt. Allerdings blieb es dabei, dass die Einsatzkräfte das Areal „nur“ ausleuchteten und sicherten, jedoch nicht den Baum entfernten. Das Wetter und die Dunkelheit machten eine sichere Bergung des Holzes unmöglich, so dass die Feuerwehr wieder abrückte.

Mehrere Sturmeinsätze hatte am Sonntag auch die Feuerwehr Hartmannshof zu bewältigen: Gegen 16 Uhr mussten die Einsatzkräfte mit der Feuerwehr Guntersrieth einen Baum auf der Kreisstraße LAU 27 zwischen Hartmannshof und Waizenfeld beseitigen. Gegen 20 Uhr versperrte dann erneut eine große Fichte die Kreisstraße LAU 27, auch an der Verbindungsstraße von Hartmannshof nach Guntersrieth fällte „Eberhard“ einen Baum. Zuletzt galt es noch, eine abgerissene Reklame innerorts zu entfernen, die die schweren Sturmböen auf die Bundesstraße 14 geweht hatten.

Starke Nerven waren ab Sonntagnachmittag an etlichen Bahnsteigen im Landkreis gefordert. Auf der S-Bahn-Strecke zwischen Lauf und Hersbruck war ein Baum auf die Oberleitung gefallen, die Bahn musste einen Schienenersatzverkehr einrichten. Erst am Montagmorgen wurde die Strecke wieder freigegeben.

N-Land Wolfgang Sembritzki
Wolfgang Sembritzki