A9

Ein Samstag voller Unfälle

In dieses Auto einer schwedischen Familie krachte fast ungebremst eine Familie aus dem Raum Berlin. | Foto: Fabio Viktorin2020/02/UnfallA9.jpg

LAUF/HERSBRUCK – Die A 9 Richtung München war am Samstag zwischen Hersbruck und dem Kreuz zur A 3 ein einziger Stau. Grund und Folge: mehrere Unfälle.

Gegen sechs Uhr am Morgen wechselte ein weißer Sattelzug kurz vor dem Autobahnkreuz Nürnberg vom rechten auf den mittleren Fahrstreifen. Hierbei übersah er offensichtlich einen 21-jährigen Pkw-Fahrer aus dem Raum Lauf. Dieser musste nach links ausweichen und kollidierte mit zwei weiteren Autos, die auf dem linken Fahrstreifen fuhren. Der Laster streifte beim Wechsel auf die rechte Fahrbahn noch alle drei Pkws seitlich. Der Sattelzugfahrer setzte seine Fahrt fort. Ein Beifahrer zog sich leichte Verletzungen zu. Der Sachschaden wird auf 15 000 Euro geschätzt.

Zeugen werden gebeten, sich bei der Verkehrspolizei in Feucht unter Tel. 09128/9197-0 zu melden.

Wesentlich schwerwiegender war der Unfall kurz nach 13 Uhr: Eine Familie aus Schweden musste staubedingt anhalten. Ein nachfolgender Wagen, besetzt mit einer Familie aus dem Raum Berlin, fuhr mit hoher Geschwindigkeit auf. Während bei der dreiköpfigen Familie aus Schweden lediglich die Beifahrerin leicht verletzt wurde, zogen sich laut Einsatzleiter Rettungsdienst Nürnberger Land, Fabio Viktorin, die vier Insassen im Dacia allesamt schwere Verletzungen zu.

Die Oma der 23-jährigen Fahrerin wurde auf der Rückbank eingeklemmt und musste durch die Feuerwehr Schnaittach befreit werden. Ihr kritischer Gesundheitszustand hat sich zwischenzeitlich stabilisiert, teilt die Polizei mit. Die Fahrerin und ihr Vater erlitten schwere Verletzungen, die Mutter wurde leicht verletzt. Mittels dreier Rettungswagen und zweier Hubschrauber wurden die Verletzten in insgesamt fünf Kliniken in Nürnberg, Erlangen und Regensburg transportiert.

N-Land Hersbrucker Zeitung
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