Bilanz im Nürnberger Land

Die Feuerwehren und die Pandemiebekämpfung

Feuerwehren, THW und BRK leisten einen wertvollen Beitrag bei der Pandemie-Bekämpfung. | Foto: C. Falk2021/04/Komponente-vor-LRA.jpg

NÜRNBERGER LAND – Seit gut einem Jahr unterstützen die Feuerwehren im Landkreis Nürnberger Land bei der Pandemiebekämpfung, indem sie zum Beispiel Schutzgüter an Pflege- und Behindertenheime, Schulen, Kindergärten und andere Institutionen verteilen.

Verschiedene THW-Einheiten übernehmen den logistischen Part zur Abholung im bayerischen Zentrallager und verteilen diese in die Landkreise und kreisfreien Städte. Von dort aus kümmert sich die Logistikkomponente der Feuerwehren im Landkreis Nürnberger Land in Abstimmung mit Mitarbeitern im Landratsamt um die Kommissionierung und Verteilung. Dabei werden die Bedarfe ermittelt, registriert und die einzelnen Pakete zusammengestellt.

Waren es vor einem Jahr noch sehr rationierte Mengen, so stieg die Menge der Verteilung kontinuierlich an und forderte das Team um Sachgebietsleiter Jürgen Thoma, die beiden Kreisbrandmeister Thorsten Brunner und Florian Bayer samt einem großen Team aus verschiedenen Feuerwehren im Hintergrund. So wurde mit Beginn der Pandemie ein Logistikkonzept durch die Kreisbrandinspektion erstellt, das regelt, welche Fahrzeuge und welche Feuerwehren zu welchem Zeitpunkt die diversen Transporte übernehmen.

Lieferdienst für Schulen

Verteilt wurden und werden dabei Artikel wie Schutzmasken, Schutzkittel, Flächen- und Handdesinfektion, Mund-Nase-Schutzbedeckungen, Infektionsschutzhandschuhe und weitere Hygieneartikel. In der aktuellen Phase ist man mit der Verteilung von Antigen-Schnelltests sowie Selbsttests für Kindergärten und Schulen beschäftigt und führt pro Woche zirka acht Lieferungen im Landkreis durch. Dabei sind die ehrenamtlichen Kräfte jeweils rund fünf Stunden unterwegs, um die Güter an die einzelnen Abnehmer zu liefern.

Insgesamt wurden in diesem Rahmen inzwischen über 8000 ehrenamtliche Stunden für die Allgemeinheit durch die Feuerwehren im Landkreis Nürnberger Land geleistet. Dabei wurden über 70 000 Kilometer mit den Feuerwehrfahrzeugen zurückgelegt.

Landrat Armin Kroder, Sachgebietsleiter Jürgen Thoma und Kreisbrandrat Norbert Thiel mit seinen Kreisbrandinspektoren danken deshalb den ehrenamtlichen Feuerwehrkameraden für den außergewöhnlichen Einsatz und die hervorragende Leistung, dem BRK Nürnberger Land für die Nutzung des Katastrophenschutzlagers sowie die tatkräftige Unterstützung bei der Verladung, dem THW Nürnberger Land für die Unterstützung, dem Landratsamt Nürnberger Land für die gute Zusammenarbeit, den Bürgermeistern und Kommunen für die Bereitstellung der Fahrzeuge und die Unterstützung im Allgemeinen sowie allen Mitwirkenden.

Christian Falk

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