Frösche und Kröten auf dem Weg zu ihren Laichplätzen

Amphibien unterwegs

Zum Beginn der Amphibienwanderung bittet der Bund Naturschutz auch im Nürnberger Land die Autofahrer um besondere Aufmerksamkeit. An warmen und regenreichen Abenden machen sich die Tiere in Massen zur Laichwanderung auf. | Foto: BN2016/03/Amphibien.jpg

NÜRNBERGER LAND – Die kommenden wärmeren Tage werden Kröten, Frösche und Molche aus den Winterquartieren locken. Überall in Bayern sind bereits Amphibienzäune aufgebaut worden. Rund 6.000 freiwillige Bund-Naturschutz-Helfer sind dabei im Einsatz und bringen die Tiere sicher über die Straßen. Es ist die größte Mitmachaktion des Naturschutzes in Bayern. Sie rettet jährlich rund 700.000 Amphibien das Leben.

Wenn Amphibien aus der Winterstarre erwacht sind, machen sie sich auf den Weg zu ihren Laichgewässern. Vor allem in der Morgen- und Abenddämmerung und in den Nachtstunden überqueren Amphibien dabei scharenweise unsere Straßen. Doch der Weg zur Fortpflanzung endet oft mit dem Tod auf der Straße. Deshalb sind in diesen Wochen wieder die ehrenamtlich Aktiven des BN an Straßenrändern unterwegs, bauen Amphibienzäune auf und bringen die eingesammelten Tiere sicher auf die andere Straßenseite.

In der Fuchsau

„Bis Ende April muss man auf unseren Straßen mit den Amphibien rechnen oder mit Menschen, die zu deren Schutz in den Morgen- und Abendstunden unterwegs sind“, so Heide Frobel, Vorsitzende der BN-Kreisgruppe Nürnberger Land. Sie betreut beispielsweise seit 2010 zusammen mit anderen Helfern den Krötenzaun in der Fuchsau (Altensittenbach). Wie notwendig diese Schutzmaßnahme ist, zeigen die Zahlen zu den hier erfassten Tieren. Insgesamt wurden in jedem Jahr mehr als 2.000 Amphibien gezählt, 2015 sogar 3.735. Den größten Teil davon machen die Erdkröten aus. Daneben gibt es viele Grasfrösche und eine stetig wachsende Zahl an Berg- und Teichmolchen. Die größte Freude empfinden die Amphibienfreunde, wenn sie einen Kammmolch vorfinden, der in Bayern besonders bedroht ist. Auch sein Bestand hat sich in der Fuchsau positiv entwickelt.

Der Bund Naturschutz bittet alle Autofahrer in den kommenden Wochen um besondere Vorsicht und Rücksichtnahme.

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