Ausgangssperre

Nürnberg bleibt nachts tabu

Weiterhin legal ist es, Nürnberg vom Glatzenstein aus anzuschauen. Nur bei Nacht sieht man nicht so weit. | Foto: PZ-Archiv/Kirvel2021/02/abendsonne-glatzenstein-blick-nurnberg-kirvel-scaled.jpg

NÜRNBERGER LAND — Die Sieben-Tage-Inzidenz in Nürnberg lag zuletzt wieder über 100, in der Großstadt gilt damit mindestens bis Anfang nächster Woche eine Ausgangssperre von 22 bis 5 Uhr. Ein Leser wollte wissen, ob diese Regelung auch Bewohner des Nürnberger Landes trifft, die zu Besuch in Nürnberg sind – oder ob man beispielsweise nachts einen Spaziergang durch die Innenstadt machen darf.

Der Leser hatte zuvor zwei sich widersprechende Auskünfte bekommen, einmal von der Polizeiinspektion Nürnberg-Ost und einmal von einem Mitarbeiter der Corona-Hotline der Stadt Nürnberg.

Der Nachtspaziergang ist nicht möglich, teilte eine Sprecherin des Gesundheitsministeriums nun auf Anfrage der Pegnitz-Zeitung mit. „Da in Städten mit einer Sieben-Tage-Inzidenz über 100 niemand zwischen 22 Uhr und 5 Uhr außerhalb seiner Wohnung unterwegs sein darf (…), gilt dies selbstverständlich auch für Bewohner des Landkreises Nürnberger Land, welche sich während der Zeit der nächtlichen Ausgangssperre in Nürnberg Stadt aufhalten.“

Einige Ausnahmen

Für die Ausgangssperre gelten weiterhin einige Ausnahmen, etwa ein medizinischer oder veterinärmedizinischer Notfall oder Arbeit und Ausbildung.

Nach diesen Vorgaben dürfen aber auch Landkreisbewohner, die zu Besuch etwa in Erlangen sind, nach 22 Uhr auf dem Heimweg ins Nürnberger Land nicht mehr über Nürnberger Stadtgebiet fahren. Denn das „Antreten des Heimwegs von einem fremden Haushalt“ zählt ausdrücklich nicht zu den erlaubten Gründen, während der Ausgangssperre das Haus zu verlassen.

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