Röthenbacher Stadtrat

Computer-Problem bei Wahl

Röthenbacher Rathaus | Foto: PZ-Archiv2020/03/rathaus-rothenbach-anfang-marz-scaled.jpg

Update: Seit 8.36 Uhr liegt uns jetzt doch das vorläufige Ergebnis aus Röthenbach vor: Die AfD ist mit einem Sitz im Stadrat, die Grünen kommen auf vier Sitze. Bei SPD, CSU und FW ergeben sich keine Veränderungen: Die Sozialdemokraten haben künftig vier Stadträte, die Christsozialen sieben und die Freien Wähler acht.

RÖTHENBACH — Nach wie vor gibt es aus Röthenbach kein vorläufiges Ergebnis der Stadtratswahl. Auf der Wahl-Website der Kommune hat das Gremium derzeit noch 25 statt der vorgeschriebenen 24 Sitze. „Es gibt ein Problem mit dem zur Auswertung benutzten Programm“, hieß es gestern dazu aus dem Rathaus.

Ein externer Dienstleister, die Anstalt für Kommunale Datenverarbeitung in Bayern, müsse sich darum kümmern – wie lange das dauern wird, blieb offen. Die Stadtverwaltung hat derzeit zugleich mit den Folgen der Corona-Krise zu kämpfen, Teile des Personals wechseln ins Homeoffice.

Die 25 Sitze verteilten sich zunächst so: FW 8, CSU 7, Grüne 5, SPD 4, AfD 1. Eine Gruppierung wird noch einen Sitz abgeben müssen. Dies treffe entweder die AfD oder die Grünen, so Bürgermeister Klaus Hacker (Freie Wähler).

SPD ist der große Verlierer

Fest steht, dass die SPD nach 2014 erneut ihr Ergebnis halbiert hat, von 8 auf 4 Sitze. Erich Dannhäuser, ihr Ortsvorsitzender, zeigte sich gegenüber der Pegnitz-Zeitung enttäuscht: Gerade in Zeiten der Unsicherheit brauche es eine soziale Kraft, „jemanden, der auf die kleinen Leute schaut“. Arbeitslosigkeit und bezahlbarer Wohnraum seien nun wichtiger denn je. Er sieht einen bundesweiten Trend gegen die SPD am Werk: „Das waren diesmal viele Listenkreuze.“

Über einen Sitz mehr freuen sich die Freien Wähler. Bürgermeister Klaus Hacker sieht das als Votum für seine Politik der vergangenen sechs Jahre: „Eine tolle Bestätigung.“ Einen möglichen Einzug der AfD in das Stadtparlament nimmt er gelassen hin: „Damit werden wir umgehen, wir können es nicht ändern.“

Die Grünen hingegen sind zufrieden, dass sie auch ohne „Zug­pferd“ Thiemo Graf zulegen konnten – nämlich entweder einen oder zwei Stadträte, je nach Ausgang der Auszählung. Mechthild Scholz, die auf Listenplatz 1 antrat, glaubt, dass die Wähler die geradlinige Politik ihres Ortsverbands schätzen: Ob Mühllach III oder Jugendzentrum – die Grünen hätten sich nie verbogen, „wir sind bei den Themen klar geblieben“.

Wolfgang Gottschalk, der CSU-­Bürgermeisterkandidat, nimmt einen Zugewinn von einem Mandat für seine Fraktion gerne zur Kenntnis. Etwas mehr – nämlich einen weiteren Sitz – hatten sich die Christsozialen ihm zufolge aber schon ausgerechnet.

Die Namen aller gewählten Stadträte veröffentlichen wir, sobald das vorläufige Resultat vorliegt.

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