Gelungene Veranstaltung in Neunkirchen

Spaß beim Sommerfest

"Elvis" tanzte auf den Tischen – nicht nur bei Altbürgermeister Segmüller (rechts). | Foto: Semlinger2016/06/Sommerfest-Neunkirchen-2016-033.jpg

NEUNKIRCHEN — Großes Glück hatten auch die Bürger und Vereine der Gemeinde Neunkirchen mit ihrem 31. Sommerfest. Nach tagelangem Dauerregen kam pünktlich zum Festbeginn am Freitagabend die Sonne heraus. Freilich musste der Festplatz auf der Dorfwiese in der Ortsmitte noch besuchertauglich gemacht werden, denn hier standen riesige Pfützen. 20 Kubikmeter Hackschnitzel sorgten dafür, dass alle Festbesucher trockenen Fußes zu den Essenständen kommen konnten.

Deren Angebot war reichlich, es reichte von Bratwürsten, Currywürsten, Steaks, Schinken- und Käsebrote, Pommes Frites, Weißwürste bis zu Chicken-Nuggets, Baggers, Langos, Gyros, gewedelten Heringen und natürlich Schweinebraten mit Klößen. Kurz vor dem Bieranstich am Freitagabend gab es noch einen kurzen Regenschauer, doch der störte kaum, so dass die Schützengruppe des DSKB Speikern unter Leitung von Roland Bezold traditionell das Fest anschießen konnte.

Bürgermeisterin Martina Baumann stach dann das Fass ohne Hilfe geschickt an und die Gemeinderäte halfen, die Freimaßen an die Tische zu tragen. In ihrer Begrüßungsrede ging sie natürlich auf das Wetter ein und meinte, fröhlich ins Festzelt zu kommen, trotz des schlechten Wetters, das sei eine großartige Leistung. Sie führte aus, dass heuer noch mehr Buden Platz gefunden hätten, so sei erstmals der Unterstützerkreis der Asylanten anwesend. Es sei eine Herausforderung, denen Platz zu geben, die neu nach Neunkirchen kämen, egal ob sie aus einer Umlandgemeinde, einem anderen Bundesland, aus Europa oder von weiter her kämen. Dass das Fest überhaupt stattfinden könne, sei wesentlich dem Vereinskartellvorsitzenden Fritz Gumann zu verdanken, der viel Leidenschaft und Organisationsaufwand gezeigt habe.

Viele Vereine mit dabei

Mit dabei waren in diesem Jahr die Spielevereinigungen Neunkirchen-Speikern-Rollhofen, SV Kersbachtal, Elternbeirat des Kinderhauses Sonnenschein, Elternbeirat des Kinderhorts, SPD, Freiwillige Feuerwehr, Freie Wähler, DSKB, Reservisten Neunkirchen, CSU, Heimat- und Geschichtsverein und der Helferkreis für Asylbewerber sowie erstmals die katholische Kirche.

Eine besonders große Delegation war zum Sommerfest aus der Partnerschaftsgemeinde Zeulenroda in Thüringen angereist, an der der Spitze Ortsteilbürgermeister Andreas Senkowski.

Dann konnte die Musikgruppe „Die Dachse“ loslegen. Der Höhepunkt war natürlich die Showeinlage, der Auftritt von Elvis, der viele Zeltbesucher zum Tanz anregte.

Der Samstagnachmittag führte mehr als 200 Senioren ins und um das Zelt zum Seniorennachmittag. Vor allem viele Bewohner des Seniorenheims Lämmerzahlstift waren in die Ortsmitte gewandert oder vom Fahrdienst mit Autos heranbracht worden. Inmitten ihrer Schützlinge saß die Leiterin der Einrichtung Petra Schuller. Die Senioren ließen sich die selbstgemachten Kuchen schmecken, alles war frei für die Gäste. Zusätzlich erhielten sie noch einen Verzehrbon für andere Stände, was natürlich gut ankam. Die Band der Mittelschule Schnaittach spielte unter Leitung von Wolfgang Baumann. Lorenz Eder, Alexandra Rauta, Leoni Morell, Elif Ucar, Hannah Schrüfer, Anton Schwemmer, Sara König, Veit Schauer und Franziska Höllrich sowie die Gitarrengruppe mit Maike Schwemmer, Celine Mühlbacher und Mauren Broege hatte schon lange auf den Auftritt gefiebert und vertraten dann würdig die Hauptschule. Ab 17.00 Uhr bis Mitternacht gibt es im vollen Zelt gute Stimmung mit „young & old“.

Für ein Highlight sorgte die Aktion der katholischen Kirche am Samstag und Sonntag am Kirchenvorplatz. Hier gab es einen Männer-Workshop. Mit einem Bagger unter dem Thema „Mann zeigt Gefühl`!“ waren nicht nur große und kleine Jungs angesprochen. Die Männer waren eingeladen, einen richtigen Bagger zu bedienen, ihre Geschicklichkeit, aber auch ihr Wissen zu testen. Mesner Matthias Schödlbauer hatte dazu vier Betonklötze mit Eisenbügeln gegossen, die katholische Jugend hatte sie farbig bemalt. Der jeweilige Baggerführer musste versuchen, diese Betonklötze auf eine Platte zusetzen, auf der die Namen des hl. Johannes des Täufers, hl. Josef, hl. Kundgunde und des hl. Petrus geschrieben waren. Das Wichtigste, die Attribute der Heiligen (weiße Lilie, Schlüssel, Pflugschar und Lamm), mussten mit den Namen der Heiligen übereinstimmen. Besonders interessant, wie bei einem Wettkampf der katholische Pfarrer Josef Renner seinen Amtsbruder Josef Renner einwies.

Der Sonntagvormittag begann mit dem Ökumenischen Gottesdienst im Festzelt, er stand unter dem Bibelwort „Sorgt euch nicht!”, musikalisch umrahmt von den Neunkirchener Musikanten, die dann auch beim traditionellen Frühschoppen und beim Mittagessen spielten. Das Zelt war voll und außen noch viele Bänke belegt. Pfarrer Hans Wegorn begrüßte die Gäste und führte durch die Liturgie, Pfarrer Josef Renner hielt die Predigt. Ausgehend von Werbung mit dem Slogan „must have”, du must haben, stellte er sich die Frage, was muss ich haben? Zeit, nachzudenken über Erlebtes, Gespräche, Orte usw. Schon Jesus habe Tipps gegeben: nachzudenken. Begegnungen sollte man nützen, auch am Sommerfest, dann entdecke man Gott.

Viel Betrieb herrschte am Sonntagnachmittag, als am Erichrichtungshaus Bezold am Grenzweg der „Tag der offenen Türe“ mit dem Marktplatz der Neunkirchener und Schnaittacher Unternehmer und Musikdarbietungen bei Musik Leipold geboten waren. Außerdem war das „FabLab, der kreativen Raum für Tüftler“, zu besichtigen.

Hier geht es zur Bildergalerie: http://n-land.de/fotos/sommerfest-neunkirchen

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N-Land Pegnitz-Zeitung
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