Arbeiten an Bahnunterführung stehen vor dem Abschluss

Rollhofen kann bald Wiedervereinigung feiern

Seit 2018 ist die Brückenstraße, die die beiden Hälften Rollhofens verbindet, gesperrt. Zuerst tauschte die Bahn die Brücke (im Hintergrund) aus, dann war der Landkreis an der Reihe. Er zeichnet für den Ausbau der Kreisstraße verantwortlich, der sich nun dem Ende nähert. Doch nicht allen Anwohnern gefällt das massive Betonbauwerk. | Foto: Friedewald2021/12/bruckenstrasse-bahnbrucke-rollhofen-friedewald.jpg

Rollhofen – Rund drei Jahre lang war Rollhofen ein geteiltes Dorf. Damit ist jetzt Schluss: Wie das Landratsamt auf Nachfrage bestätigt, nähern sich die Bauarbeiten an der Bahnunterführung in dem Neunkirchener Ortsteil der Fertigstellung. „In etwa 14 Tagen“, so eine Sprecherin, kann der Verkehr wieder rollen. „Rollhofen feiert faktisch die Wiedervereinigung“, sagt Bürgermeister Jens Fankhänel.


Allerdings ist sie vorübergehend: Noch fehlt die oberste Asphaltschicht, sie soll im Frühjahr eingebaut werden. Dafür ist eine erneute Sperrung nötig. Laut Fankhänel muss unter anderem auch noch die Beleuchtung angeschlossen werden, für die die Gemeinde verantwortlich ist, „die Masten stehen schon“.

Brückenstraße seit Herbst 2018 gesperrt


Zuerst hatte die Bahn im Herbst 2018 die Brücke der Strecke durchs Schnaittachtal ausgetauscht, dann folgte der Ausbau der Straße durch den Landkreis. Die Fahrbahn wurde „tiefergelegt“ und verbreitert, zusätzlich entstand ein Gehweg. Insgesamt haben die Bauarbeiten zehn Millionen Euro gekostet. Alleine für den Straßenanteil waren 6,2 Millionen vorgesehen – eine der größten Tiefbaumaßnahmen im Landkreis.


Nicht allen Rollhofenern gefällt allerdings das massive Betonbauwerk. „Man sieht von den Häusern nichts mehr“, sagt ein Anwohner. Hinzu kommen Befürchtungen, dass künftig viel Ausweichverkehr von der A 9 durch den Ort rollt.

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