Rekord-Krippenweg in Neunkirchen

Erni Popp: Für ihre Sonderausstellung hat sie Neunkirchen im Miniaturformat nachgebaut. Foto: Brinek2008/11/20081130_krippenwegernipopperoeffn_big.jpg

NEUNKIRCHEN (hb) — Der zwölfte Neunkirchener Krippenweg ist eröffnet. In diesem Jahr locken 51 Krippen – so viele wie noch nie – und eine Sonderausstellung der Hobbykünstlerin Erni Popp in der Kapelle St. Magdalena die Besucher an. Popp zeigt unter anderem Neunkirchen im Miniaturformat. Bis zum Dreikönigstag ist die Arbeit vieler freiwilliger Helfer im ganzen Ort zu sehen. Mit einer feierlichen Andacht durch Pfarrer Peter Hauenstein in der evangelischen Christuskirche in Neunkirchen wurde der diesjährige Krippenweg eröffnet. Damit blieben die Organisatoren der Tradition treu, abwechselnd in beiden Kirchen die Eröffnung vorzunehmen.

In der mit zahlreichen Ehrengästen und vielen Gläubigen gut gefüllten Kirche erinnerte der Pfarrer an die Tradition des Krippenbaues in der christlichen Welt. Für die Besinnlichkeit im Weihnachtsrummel gebe es die Krippen. Sie regten zum Betrachten und damit zum Ruhen an: „Geh an die Krippe und lass das Wunder in dich ein, dass alle deine Hoffnungen noch lange nicht ausgeträumt sind.“

Franz Semlinger, der Vorsitzende des Heimat- und Geschichtsvereins, unterstrich den außerordentlichen Aufwand, der hinter dem Krippenweg steht, und das Engagement der freiwilligen Helfer. Heuer sind zum ersten Mal alle Krippen beschriftet, was nur durch Sender möglich wurde. Landkreis, Gemeinde, Sparkasse und viele örtliche Firmen haben zur Ausstellung beigetragen.

Beim anschließenden Rundgang erklärte Semlinger den Besuchern die verschiedene Krippen. Dabei verwies er auch auf die Vielfalt des Krippenweges, der fränkische-, alpenländische-, orientalische Krippen, Krippen in Flaschen, Krippen mit lebens großen Figuren, Krippen in einer Spieluhr, Baumstammkrippen und auch Stücke aus Kamerun, Papua-Neuguinea, Senegal, Italien und Peru zeigt. Auch die Werkstoffe der Krippen sind verschieden. Verwendet wurden Holz, Wurzeln, Kork, Porzellan, Keramik, Ton, Scherenschnitte, Recyclingmaterial, Stroh und vieles mehr.

Besucher erhalten einen Krippenwegplan an den Parkplätzen zum Krippenweg und in den Geschäften der Gemeinde. Dort gibt es für Kinder auch die Teilnahmezettel für das diesjährige Gewinnspiel „Wer findet die blauen Sterne?“ In acht Krippen sind blaue Sterne versteckt, die zu einem Bild zusammengefügt werden müssen.

Die Sonderausstellung in der Kapelle St. Magdalena ist ebenfalls einen Besuch wert: Hier hat Hobbykünstlerin Erni Popp die Krippen gestaltet. Zu sehen sind getöpferte, fein modelierte Figuren, manche einen halben Meter groß und liebevoll in Landschaften eingebunden. Die Hintergründe sind aus Gemälden von Popp hergestellt, die etwa Neunkirchen zeigen. Auch hat die Künstlerin die Ortspfarrer und den Bürgermeister als Figuren in eine Krippe gestellt. Viele Besucher sind erstaunt über die Detailtreue und immer wieder hört man: „Uj, dess is ja der Bürgermeister und dess is der Pfarrer!“

Der Krippenweg kann bis zum Dreikönigstag besucht werden. Die Sonderausstellung in der Kapelle ist vor Weihnachten an allen Samstagen und Sonntagen geöffnet, an Weihnachten täglich.

An den Adventssonntagen findet um 17 Uhr in Ortsmitte bei der Sparkasse eine besinnliche Feier statt. Führungen für die Öffentlichkeit werden jeden Sonn- und Feiertag ab der Ortsmitte angeboten. Weitere Informationen gibt es telefonisch unter 09123/75640.

N-Land Pegnitz-Zeitung
Pegnitz-Zeitung