Krippenweg Projekt der ganzen Gemeinde

Auch viel politische Prominenz kam zur Eröffnung des Neunkirchener Krippenweges. Darunter Landtagsabgeordneter Thomas Beyer (links), Neunkirchens Bürgermeister Klaus Sägmüller (3. v. l. ) neben Landratskandidat Armin Kroder und Landrat Helmut Reich. Ganz rechts stellvertretender Landrat Norbert Dünkel. Foto: Semlinger2007/12/20071202_krippenwegneunkeroeffnung_big.jpg

NEUNKIRCHEN (sem) — Traditionell mit einem Gottesdienst wurde der 11. Krippenweg in Neunkirchen eröffnet. Dieses Mal fand die Feier in der katholischen Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt statt, wo Pfarrer Tomislav Antekolovic und sein Team die Feier gestalteten.

Im Gottesdienst ging Antekolovic auf die Bedeutung der Krippe damals und heute ein, sprach Fürbitten und gab den Segen. Auch der evangelische Pfarrer Peter Hauenstein war bei der Eröffnung anwesend.

Der 1. Vorsitzende des Heimat- und Geschichtsvereins, Franz Semlinger, begrüßte zur Eröffnungsfeier zahlreiche Ehrengäste und vor allem die anwesenden Helfer, ohne die der Krippenweg nicht stattfinden könnte: die Aufbauer der Krippenstationen, die Personen, die Krippen zur Verfügung stellen, diejenigen, die Plätze für die Krippen bereit halten, die Helfer, die die Christbäume besorgen und aufstellen, die Krippenhäuser aufbauen und die Aufsichten bei der Sonderausstellung übernehmen.

Besonderer Dank ging an Familie Wester aus Maria Ort bei Regensburg: Siglinde Wester baute in großer Geduld und mit viel Liebe die riesige Hauskrippe in der Magdalenenkapelle auf.

Sie hatte bereits im Oktober begonnen und musste mehr als zehnmal die weite Anfahrt in Kauf nehmen. Dafür können die Besucher nun eine ganz besonders eindrucksvolle Hauskrippe bewundern.

Ein kurzer Rückblick auf zehn Jahre Krippenweg in Neunkirchen zeigte die Bedeutung für den Ort. Mehr als 5360 Besucher konnten im vergangenen Jahr in der Sonderausstellung von Herrn Tuffek in der Magdalenkapelle begrüßt werden. Etwa 6000 Besucher mögen insgesamt Neunkirchen besucht haben.

Seit dem Jahr 1997 wurde der Krippenweg fast 200 Gruppen in Führungen näher gebracht. Mehr als 28000 Gäste besuchten die Sonderausstellungen. Busse kamen aus München, Dresden, von der Mosel oder aus Crailsheim. Und auch weit angereiste Gäste aus Amerika oder Japan schätzen den eindrucksvollen Weg.

Landrat Helmut Reich betonte, dass es bereits „klassische“ Krippen gebe, die einfach zum Neunkirchener Krippenweg dazu gehören und darüber hinaus auch eine Vielzahl an fränkischen, bayerischen, orientalischen und Krippen aus aller Welt. Er freue sich besonders, dass sich viele Menschen aus der Gemeinde beteiligen.

Auch die Ökumene lebe vom Krippenweg, da der Eröffnungsgottesdienst jährlich wechselnd in den beiden Kirchen stattfinde. „Immer und überall ist Christus mitten unter uns…“ dieser Satz spiegle das Ansinnen des Neunkirchener Krippenweges. Das weihnachtsliche Geschehen sei zeitlos und ohne Festlegung von Orten immer aktuell. Christus ist für alle Menschen geboren – für alle Menschen auf der ganzen Welt, so der Landrat.

In seiner Grußansprache betonte 1. Bürgermeister Kurt Sägmüller, wie wichtig der Krippenweg für die Gemeinde sei. Er freue sich, dass alles im Ort weihnachtlich glänze, so habe Othmar Thüringer in Zusammenarbeit mit dem gemeindlichen Bauhof die Weihnachtsstraßenbeleuchtung wieder erweitert, was bei der Bevölkerung gut ankomme.

Nach der Eröffnungsfeier wurde die Sonderausstellung des Krippenweges besucht und die Ausstellung des Krippenbaukurses betrachtet, die nur am 1. Adventswochenende zu sehen war. Dann gingen die Gäste einen Teil des Weges ab und endeten ließen am zentralen Ort, der Munkerwiese in der Ortsmitte, bei Glühwein und Bratwürsten den stimmungsvollen Abend ausklingen.

N-Land Pegnitz-Zeitung
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