Christi Geburt in mehr als 50 Variationen

Eine der vielen ausgestellten Krippen, hier ein typisch fränkische. Foto: Semlinger2007/11/20071129_krippenwegneunfraenkkrip_big.jpg

NEUNKIRCHEN (sem) — Mit vielen neuen Krippen wird am Freitag, 30. November um 18 Uhr in der katholischen Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt der 11. Neunkirchener Krippenweg eröffnet. An 50 Plätzen finden sich fränkische, bayerische, orientalische und Krippen aus aller Welt. Dazu gibt es eine Sonderausstellung mit einer riesigen Hauskrippe in der Magdalenenkapelle.

Die Qualität des Neunkirchener Krippenweges hat sich in den letzten Jahren derart verbessert, dass immer mehr Besucher, teils auch in Bussen von weither angereist, nach Neunkirchen kommen. Im vergangenen Jahr wurden alleine in der Sonderausstellung 5600 Personen gezählt.

Schon seit Wochen bauen Mitglieder und Freunde des Heimat- und Geschichtsvereins an den einzelnen Krippenstellplätzen. Jeder Bürger aus nah und fern kann seine Krippe zur Verfügung stellen, erwartet werden allerdings besondere Krippen, die mit großem Engagement aufgebaut werden. Die liebevoll gearbeiteten Klein- und Großkrippen aus verschiedenen Materialien tragen die persönliche Handschrift der einzelnen Krippenbauer.

Zu den eigens für den Krippenweg geschaffenen Krippen gehören die große Dorfkrippe, die Jerusalemkrippe oder die Bretterkrippe, die wie jedes Jahr in den Kirchen aufgebaut werden. Die kleineren Krippen werden meist zwei- bis dreimal aufgestellt und dann ausgewechselt.

An 20 der 50 Krippenplätze sind heuer wieder neue Krippen zu sehen. Gerade deshalb lohnt sich immer wieder ein Spaziergang. Neu sind beispielsweise Krippen aus Kamerun, Brasilien und Peru oder die einer Marktszene mit Christi Geburt in Bethlehem. Jedes Jahr werden auch das Kinderfenster und das Weihnachtsfenster der evangelischen Kirche neu gestaltet.

Die Schule, von Anfang an dabei, zeigt weihnachtliche Arbeiten der einzelnen Klassen mit Krippe und heuer neu ein Triptychon. Der Kindergarten Neunkirchen bastelte eine Krippe aus Naturmaterialien. Neu ist eine Krippe in einer ehemaligen großen Spieluhr. Hübsch sind auch die Krippen in Flaschen, die wie Buddelschiffe gefertigt wurden.

Doch auch Krippen, die schon einmal zu sehen waren, lohnen einen genaueren Blick: so zum Beispiel eine aramäische Krippe, die große Scherenschnittkrippe oder die große Krippe aus Papua-Neuguinea, die erweitert wurde.

Sehenswert ist die große fränkische Krippe mit den schönen Bauernhäusern und Menschen in Tracht. Den Mittelpunkt des Krippenweges bildet die große Dorfkrippe mit ein Meter großen Holzfiguren, die mittlerweile drei Szenenbilder hat. Gut kommt auch immer wieder das Quiz für Kinder an: Wer findet die blauen Sterne in den Krippen?

Ursprünglich mit 12 Stellplätzen begonnen, umfasst der Krippenweg seit drei Jahren 50 Stationen. Eine Erweiterung ist nicht mehr geplant. Über 50 beleuchtete Christbäume und Lampen erzeugen die richtige weihnachtliche Stimmung. Der Aufbau des Krippenweges ist mittlerweile ein logistisches Meisterstück, so viele verschiedene Arbeiten gibt es.

Die Krippen sind in Kirchen, Schule, Kindergarten, in speziellen Krippenhäusern (heuer wurden wieder zwei neu gebaut), in Privatgärten und Garagen zu sehen. Der gesamte Weg ist rund drei Kilometer lang und kann auch von Rollstuhlfahrern genutzt werden. An den Wochenenden ist auch der Infostand mit Glühweinausschank auf der Munkerwiese (Ortsmitte) geöffnet.

Der absolute Höhepunkt ist jedes Jahr die Sonderausstellung in der Kapelle St. Magdalena neben der katholischen Pfarrkirche. Siglinde Wester aus Mariaort bei Regensburg stellt dort heuer eine riesige Hauskrippe aus, die sie schon seit Oktober aufbaut.

Krippenwegführungen werden an zahlreichen Terminen angeboten, Gruppenführungen sind jederzeit nach Vereinbarung möglich. Vereinbarung unter der Telefonnummer 09123/75640 (Semlinger). Als Einstimmung auf Weihnachten finden ab dem zweiten Adventssonntag jeweils um 17 Uhr kleine musikalische Feiern auf der Munkerwiese statt.

Zum Schluss noch ein besonderer Tipp: Besonders reizvoll ist ein Rundgang am Abend, wenn die Stationen stimmungsvoll erleuchtet sind.

N-Land Pegnitz-Zeitung
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