Gemeindliches Wasserwerk verfügt nun über Ultrafiltration

Neuhauser Wasserversorgung ist „gesichert“

Im Erdgeschoss dieses Hauses befindet sich die Neuhauser Wasserversorgung. Foto: P. Regler2015/06/5_2_1_2_20150618_WASSER.jpg

NEUHAUS — Rund 450 Kubikmeter Wasser pro Tag „verbritscheln“ die Bürger der Marktgemeinde Neuhaus. In der Juni-Sitzung des Marktgemeinderates, die immer noch in der Aula der Grundschule stattfand, stellte Norbert Winter vom Ingenieur Büro Seuß Ing. den Einbau von Ultrafiltration und UV-Desinfektion im gemeindlichen Wasserwerk vor. Das ursprüngliche Quellwasser wird weiter genutzt. Die sicherheitstechnische Anlage wurde verbessert, das ganze System aber blieb bestehen.

„Die ganze Anlage läuft im Niederdruckbereich“, wie Winter erklärte „und ist darum auch langlebiger.“ Die Protokollierung und Speicherung der erforderlichen Daten erfolgen jeweils automatisch und auch bei Stromausfall gehen keine Daten verloren.

„Die Trinkwasserversorgung für die Neuhauser Bürger ist auf jeden Fall gesichert“, sagte Bürgermeister Josef Springer. Um auch bei einem Stromausfall gerüstet zu sein, will man noch eine Notstromversorgung schaffen. Auch das Gebäude samt Umfeld hat ein neues „Outfit“ bekommen. Auf Nachfrage von Markträtin Claudia Webert, ob denn die Bürger die Möglichkeit zu einer Besichtigung der neuen Anlage bekommen, versicherte Springer, dass es einen Tag der offenen Tür geben werde.

Einstimmig beschlossen wurde eine erneute beschränkte Ausschreibung für die defekte Pumpleitung unter der Pegnitz im Bereich der Auerbacher Straße. Nachdem bei einer ersten Ausschreibung keine zufriedenstellenden Angebote eingingen, wurde beschlossen, die einzelnen Gewerke aufzuteilen. Einige wurden bereits vergeben. Norbert Winter schilderte dem Gremium die Sachlage. Die neue Verrohrung im Unterbereich der Pegnitzbrücke ist noch zu machen. Hierzu müssten die Firmen einschlägige Erfahrungen haben und darum sei nur eine beschränkte Ausschreibung notwendig.

Marktrat Norbert Linnert fragte, ob die alten Rohre, die unter der Brücke in der Pegnitz liegen, danach verfüllt werden oder nicht. Winter erklärte, dass dazu die Meinungen auseinander gehen. Derzeit ist nicht geplant die alten Rohre zu verfüllen. Marktrat Thomas Steger wollte wissen, ob denn dann auch erneute Planungskosten anfallen. Dies verneinte Winter, weil ja die Planung schon gemacht sei, doch einige Kosten würden wohl noch dazu kommen.

Reine Formsache war die Bestätigung der beiden neuen Kommandanten der Freiwilligen Feuerwehr Krottensee. Florian Webert als 1. Kommandant und Florian Dotzler als sein Stellvertreter müssen die Lehrgänge „Gruppenführer“ und „Leiter einer Feuerwehr“ innerhalb eines Jahres absolvieren.

Freudig gab Bürgermeister Josef Springer bekannt, dass jetzt alle Grundschulklassen mit „White Boards“ ausgestattet sind. Des weiteren informierte er darüber, dass die Kläranlage Höfen im Bau ist und derzeit die Baugrube vorbereitet wird. Zur Breitbandversorgung musste die Staatsstraße gequert werden, dies ist jedoch schon geschehen. Zudem gab Springer bekannt, dass die Pflasterarbeiten in Mosenberg abgeschlossen sind und die Asphaltierung in Hammerschrott sowie kleinere Ausbesserungen noch anstehen.

Der vom Freistaat erschaffene Qualitätsbonus für Kindergärten wurde wieder „eingestampft“. Dafür gibt es einen höheren Grundbetrag pro Kind. Den gleichen Betrag muss aber auch die Marktgemeinde drauf legen.

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