Nach dem Felssturz fließt der Verkehr wieder

Neuhaus atmet auf: Plecher Straße frei

Plecher Straße wieder frei: Nur die Baken auf der Stützmauer (links im Bild) erinnern noch an die vier Monate dauernde Sperre der Ortsausfahrt Richtung A9. Foto: K. Möller2013/10/5_2_1_2_20131009_STRASSE.jpg

NEUHAUS — Keine Felsbrocken und keine Ampeln behindern mehr den Verkehr auf der Plecher Straße unterhalb des Osthangs der Burg Veldenstein. Ziemlich genau 130 Tage dauerte es, die Schäden der Staatstraße 2163 und der angrenzenden Häuser durch den folgenschweren Felssturz am 28.Mai zu beheben. Die Sicherungsarbeiten am Felshang sind jedoch immer noch nicht abgeschlossen.

Freude herrscht natürlich nicht nur bei den Pkw- und Lkw-Fahrern, denn über die Plecher Straße führt der kürzeste Weg zur Autobahn A9. Vor allem freuen sich die Anwohner über ein wenig Ruhe nach wochenlangem Baulärm und den vielen Unbequemlichkeiten. Bis zuletzt konnten sie ihre Häuser nur über die Kellereingänge von der Pegnitzseite her betreten.

Nur noch das Geländer auf der 25 Meter langen Stützmauer an der Häuserzeile gegenüber dem Hang fehlt. Hier will man noch bis Ende Oktober warten, bis die dafür notwendigen Löcher in den Spezialbeton gebohrt werden. Diese Arbeiten dürften keine Straßensperrung mehr erfordern. Dagegen dauern die Felssicherungsarbeiten am Osthang immer noch an. Bis Ende Oktober, so Bürgermeister Josef Springer, werden sich die Arbeiten noch hinziehen. Zur Zeit hängen die Spezialisten aus Tirol in ihren Klettergurten und verankern das Sicherheitsnetz am Felsen unterhalb des Burgfrieds.

Rund 130 000 Euro Straßenbaukos ten verursachten die herabgestürzten Felsbrocken. Nach Abschluss der Reparaturarbeiten an der Straße richten sich nun die Blicke auf den Wiederaufbau der Burgmauer. Vorgespräche – vor allem mit dem Denkmalschutz – hat es bereits gegeben. Noch in diesem Monat sollen konkrete Beschlüsse über die notwendigen baulichen Maßnahmen auf der Burg Veldenstein folgen.

Im Grunde trugen die Neuhauser nicht zuletzt wegen des glimpflichen Ausgangs des Felssturzes die notwendigen Umwege aufgrund der Bauarbeiten mit Geduld. Waren sie doch darin schon gut geübt. Der Neubau der 100 Jahre alten Eisenbahnbrücke und der Umbau der Staatsstraße Richtung Auerbach sowie der Bau des Radweges bescherten ihnen ab 2011 immerhin 18 Monate lang Umleitungen.

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