Felssicherung an der Straße bei Neuhaus

Gefährlicher Brocken ist weg

Der Zehn-Tonnen-Fels landete gezielt im Sandbett. Die Leitplanke verhinderte das Abrutschen des Felsbrockens in die Pegnitz. | Foto: Klaus Möller2017/04/Fels-Nhs-2.jpg

NEUHAUS/ROTHENBRUCK – Am Donnerstagabend kam es in Neuhaus wieder einmal zu einem Felssturz. Dabei handelte es sich aber um eine geplante Maßnahme. Ein etwa zehn Tonnen schwerer Felsbrocken oberhalb der Straße nach Rothenbruck wurde kontrolliert abgelassen.

Bereits im Februar hat sich am Hang an der Straße nach Rothenbruck Geröll abgelöst. Aus Sicherheitsgründen beauftragte die Marktgemeinde für diesen Straßenabschnitt eine österreichische Spezialfirma für Hochgebirgstiefbau, sich das Gelände genau anzuschauen und zu sichern.

Bereits bei der ersten Begehung des Hangabschnitts zeigte sich, dass die betreffende Felsnase nicht mehr fest saß, sondern nur noch auflag und in nächster Zeit ins Rutschen gekommen wäre. Aus Sicherheitsgründen wurde nach Rücksprache mit dem Straßenbauamt die sofortige kontrollierte Ablösung des Felsbrockens beschlossen.

Vor dieser Maßnahme sorgte das Straßenbauamt zur Sicherung des Straßenbelags der Rothenbrucker Straße für eine dicke Sandauflage. Nach dem Abschluss aller Vorbereitungen und der Sperrung der Straße durch die Neuhauser Feuerwehr wurde der Felsbrocken gegen 18.30 Uhr in Bewegung gesetzt, worauf er mit Getöse in das Sandbett stürzte. Die Leitplanke fing ihn auf. Die vorangegangenen Befürchtungen hatten sich bestätigt: Nur mit einer Winde hatte sich der Felsbrocken lösen lassen.

Mit Schaufellader und einem Bagger mit Bohrhammer begannen nach einer letzten Kontrolle des betroffenen Hangabschnitts die Aufräumarbeiten. Bereits nach 21.30 Uhr konnte die Straße nach Rothenbruck wieder freigegeben werden. Inzwischen setzte die Firma HTB ihren Auftrag fort. Dieser Hang, so Bürgermeister Josef Springer, werde die Marktgemeinde Neuhaus als Eigentümerin auch weiterhin beschäftigen.

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