Glimpflicher Unfall am Sonntagabend

Bruchlandung eines Segelfliegers bei Neuhaus

Rettungskräfte waren schnell vor Ort, um den Piloten des Segelflugzeuge zu bergen. | Foto: K. Möller2018/08/Absturz-Nhs.jpg

NEUHAUS – Die geplante Notlandung eines Segelfliegers bei Neuhaus endete am frühen Sonntagabend als Bruchlandung.  Doch der Absturz ging für den Piloten glimpflich aus. Er wurde offenbar nur leicht verletzt.

Der 78-jährige Nürnberger war mit seinem Fluggerät auf dem Rückflug zum Hersbrucker Segelfluggelände. Bei Neuhaus schien ihm gegen 17.15 Uhr die Thermik offenbar nicht mehr ausreichend, und er entschied sich für eine Landung auf einer Wiese unterhalb der Neuhauser Schule. Die dort verlaufende Mittelspannungsleitung zwang ihn zum Abdrehen und zur Landung auf einem benachbarten Feld.

Die war ihm auch fast gelungen, als eine starke Windböe das Flugzeug erfasste, es drehte und es hart auf den Boden aufschlagen ließ. Für den Piloten hätte es schlimmer kommen können: Mit leichten Verletzungen konnte er ohne fremde Hilfe seinen Flieger verlassen. Nach der Erstversorgung durch die ASBler vom Regionalverband Jura und den Notarzt aus Bayreuth wurde er ins Pegnitzer Krankenhaus gebracht.

An dem Segelflugzeug ist beim Aufprall die rechte Tragfläche abgebrochen. Die Polizei spricht von einem Totalschaden in Höhe von etwa 4.000 Euro. Auf dem abgeernteten Maisfeld hinterließ der Absturz keine sichtbaren Schäden.

Da der Feuerwehr zunächst der Absturz eines Kleinflugzeuges gemeldet wurde, löste dies einen Großalarm aus, der mehrere Feuerwehren an die Neuhauser Absturzstelle an der Königsteiner Straße beorderte. Selbst Kreisbrandmeister Norbert Thiel wollte sich ein Bild von der Lage machen. Nach der ersten Meldung konnte der Einsatz jedoch heruntergefahren werden, nachdem die Einsatzleitung der Feuerwehr festgestellt hatte, dass das Fluggerät nicht motorisiert war und somit kein Brandschutz sichergestellt werden musste.

Mit 25 Einsatzkräften waren die Ortswehren aus Neuhaus und Krottensee vor Ort. Die sorgten für die notwendige Straßensperrung und unterstützten die Segelflieger aus Hersbruck bei der Bergung des demolierten Fluggeräts aus dem Acker. Die Königsteiner Straße war wegen des Absturzes für etwa zwei Stunden für den Verkehr gesperrt.

N-Land Klaus Möller
Klaus Möller