Fast 5 Millionen Euro

Neues Gebäude am Sulzbacher Krankenhaus

v.l: Dr. Viktor Kuhn (Ärztlicher Leiter Intensiv), Landrat Richard Reisinger, Thomas Baldauf (stellvertretender Vorsitzender), Andreas Poeplau (Stab Vorstand), Josef Hofmann (Leiter Technik), Stefan Kreuzer (Leiter Intensiv), Dr. Klaus Nester (Ärztlicher Direktor), Roland Ganzmann (Vorsitzender). | Foto: M. Ehras2022/03/KrankenhausSulzbachRosenberg.jpeg

SULZBACH-ROSENBERG – Am St. Anna Krankenhaus geht dieser Tage ein komplett neu erstellter Anbau in Betrieb. In einer Bauzeit von nur fünf Monaten wurde hier vor Ort eine Erweiterung von rund 1200 Quadratmetern auf zwei Stockwerken verwirklicht.

Die Nutzung des Gebäudes wird sich die Physiotherapie im Erdgeschoss und die Intensivstation im ersten Obergeschoss teilen. Das Gebäude wurde als Modulbau errichtet. Das bedeutet, dass die einzelnen Raummodule bereits im Werk des Auftragnehmers vorgefertigt wurden und bereits teilausgebaut angeliefert wurden. Vor Ort erfolgte anschließend die Fertigstellung des Innenausbaus und das Schließen der Fassaden- und Dachflächen. Insgesamt wurden 37 Module ans Sulzbach-Rosenberger Krankenhaus geliefert.

Für die Intensivstation

Die Erweiterung war primär für die Unterbringung der Intensivstation notwendig. Diese wird in den weiteren Sanierungsmaßnahmen im Rahmen des zweiten Bauabschnitts im Bestand saniert und erweitert. Eine Verlagerung innerhalb des St. Anna Krankenhauses hätte zu Einschränkungen in der Patientenversorgung geführt. An der neuen Stelle bleibt der Patientenbetrieb in Ruhe und abgeschieden vom Baulärm aufrechterhalten.

Individuelle Betreuung

Das ist aus Sicht aller Beteiligten ein wichtiges Qualitätsmerkmal für die Betreuung und Versorgung dieser besonders sensiblen Patientengruppe. Ein weiterer Vorteil ist die Unterbringung in den dortigen Ein-Bett-Zimmern: So können die Patienten individueller und unter höchsten hygienischen Gesichtspunkten versorgt werden.

Das Herz der erweiterten Physiotherapie im Erdgeschoss stellt der große Therapie- und Trainingsraum dar. Auf insgesamt mehr als 150 Quadratmetern stehen hier mehr als 20 Geräte für Kardiotraining und Aufbautraining zur Verfügung. Der Bereich wird um drei neue Behandlungsräume für Therapien ergänzt. Zudem sind dort für die Patienten und Patientinnen Umkleide- und Sanitärbereich integriert.

Besondere Herausforderung

Das Gebäude ist im Erdgeschoss und im ersten Obergeschoss an das Bestandsgebäude des St. Anna Krankenhauses barrierefrei angebunden. Das stellte beim Aufbau des Gebäudes allerdings eine besondere Herausforderung dar. Den Übergang vom neuen zum alten Gebäude bemerkt man nun nur noch aufgrund der neuen Oberflächen innerhalb der Räume.

Der Anbau ist nicht nur eine kurzfristige Lösung: Die Physiotherapie wird dauerhaft im Erdgeschoss betrieben. Die Patientenzimmer im ersten Obergeschoss, jetzt als Einzelzimmer genutzt, wurden so geplant und ausgeführt, dass in der Folgenutzung auch zwei Patienten versorgt werden können.Sanierung in Planung

Das wird notwendig werden, wenn nach Abschluss des derzeit laufenden zweiten Bauabschnitts die Sanierung der Pflegebereiche im dritten und vierten Obergeschoss des Hauptgebäudes starten wird. Teilbereiche der Stationen können dann in den neuen Anbau verlagert werden und nach Sanierung des Bestandes wieder dorthin zurückziehen.

4,8 Millionen Euro

Das neue Gebäude erfüllt den energiesparenden KfW55-Standard und somit alle Anforderungen an die Energieeinsparverordnungen. Insgesamt fallen für den Neubau Investitionen von 4,8 Millionen Euro an. Diese sind vom Kommunalunternehmen selbst zu tragen, weil entsprechende Interimsmaßnahmen in der Finanzierung von Krankenhausbaumaßnahmen nicht vorgesehen sind und somit nicht gefördert werden.

Landrat Richard Reisinger betont aber: „Es handelt sich um eine Investition in die Zukunft – für eine adäquate, qualitativ hochwertige wohnortnahe Patientenversorgung in der Region. Dem Landkreis ist die Gesundheitsversorgung der Bevölkerung ein wichtiges Anliegen. Für eine professionelle Betreuung sind auch geeignete Rahmenbedingungen notwendig. Ich freue mich deshalb, dass in diesem neuen Gebäude unsere Mitarbeiter eine angenehme Arbeitsatmosphäre vorfinden werden und unsere Patienten in noch besserer Qualität versorgt werden können.“ Vorstand Roland Ganzmann bedankt sich für den großen Rückhalt von Seiten des Landkreises als Träger des Kommunalunternehmens.

Finanzielle Unterstützung

Ohne die finanzielle Unterstützung durch den Landkreis wäre die vollständige Aufrechterhaltung der Intensivmedizin am Standort Sulzbach-Rosenberg während des mehrjährigen Neubaus des Rucksackbaus unmöglich gewesen. Es hat sich aber nicht erst in der Corona-Pandemie gezeigt, dass die Intensivstation des St. Anna Krankenhauses ein integraler und unverzichtbarer Bestandteil in der stationären Patientenversorgung der erweiterten Region ist.

Ganzmann dankt auch all seinen Beschäftigten für die Mithilfe von der Konzeption zur konkreten Umsetzung bis hin zum Anpacken beim Umzug. „Vieles funktioniert bei uns völlig selbstverständlich und ohne viel Aufhebens. Darauf und auf dieses tolle Miteinander bin ich immer wieder sehr stolz.“

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