SPD nominiert Martin Tabor zum Bürgermeisterkandidaten

Mit neuen Ideen

Martin Tabor bewirbt sich für die SPD um den Altdorfer Bürgermeister-Posten. Foto: privat2019/10/Altdorf-Portrait-Tabor.jpg

ALTDORF. Die Mitgliederversammlung des Altdorfer SPD-Ortsvereins schloss sich dem Vorschlag des Vorstands an und nominierte Martin Tabor mit einer Gegenstimme als Bürgermeisterkandidaten.

Jan Plobner begrüßte als Versammlungsleiter die Altdorfer Sozialdemokraten: „Wir stehen geeint und gestärkt hinter Martin und wollen mit ihm zusammen das Morgen gestalten!“ so der Vorsitzende des Ortsvereins.

Anschließend stellte Ernst Bergmann der Versammlung Martin Tabor in einer Empfehlungsrede vor. Als „Mensch von außen“, der die Sozialdemokratie nicht mit der Muttermilch aufgesogen habe, sei dieser als studierter Kulturarbeiter in seine Heimatstadt Altdorf zurückgekehrt und habe die Altdorfer SPD mit neuen Ideen bereichert. So sei er kein „elder statesman“, sondern ein leidenschaftlicher Politiker mit Ecken und Kanten, der den Sachthemen stets den höchsten Vorrang gebe. Als Lehrer und ehemaliger Gastronom ist Martin Tabor nah an der Jugend, als Mitglied in zahlreichen Organisationen und Vereinen mitten im Altdorfer Stadtleben.

Tabor, der als langjähriges Mitglied des Altdorfer Stadtrats und Fraktionsvorsitzender der SPD genau um die aktuellen Fragen der Stadt weiß, ging in seiner Bewerbungsrede vor allem auf die Themen ein, die ihm am meisten am Herzen liegen: Die Wertschätzung des Ehrenamts und der Kulturarbeit sei ihm ein besonderes Anliegen. Es könne nicht sein, dass ein gemeinnütziger Verein sich die Nutzung des städtischen Kulturtreffs als Veranstaltungsort nicht leisten könne oder bei der Stadt als Bittsteller auftreten müsse.

Ein weiterer wichtiger Punkt für Tabor ist die Sicherung des sozialen Friedens durch die Bereitstellung von bezahlbarem (auch barrierefreiem) Wohnraum unter Berücksichtigung von ökologischen Gesichtspunkten. Innenverdichtung anstatt nur unkontrollierter Ausweisung neuer Baugebiete und ein Baugebot sollen dies ermöglichen.

Die Auswirkungen auf die Infrastruktur durch den zu erwartenden Zuzug von bis zu 800 Neubürgern im Baugebiet Altdorf Nord machte der Familienvater am Beispiel der bereits jetzt strapazierten Grundschule und der überbelegten Mittagsbetreuung deutlich.

Hier wäre, so Tabor, durchaus über den Bau einer zweiten Grundschule nachzudenken.

Aber auch die ärztliche Versorgung, das Verkehrskonzept der Stadt, die Jugendarbeit und der Klimaschutz (vor allem in neuen Baugebieten) müssten überdacht werden.

Um Arbeitsplätze und Gewerbesteuereinnahmen zu generieren, müsse die Stadt anfangen, Gewerbeflächen selbst zu kaufen und zu entwickeln, um riesige ausgewiesene Flächen mit einzelnen Lagerhallen, in denen lediglich zwei Arbeitskräfte beschäftigt werden zu vermeiden.

Vor allem aber ist es dem Fraktionsvorsitzenden der Altdorfer SPD ein Anliegen, die Politik aus dem Hinterzimmer zu holen: Transparenz, Bürgerinformation und Bürgerbeteiligung müssten die Grundsätze der Stadtratsarbeit sein, auch wenn dies einen Mehraufwand für die Stadtverwaltung bedeutet.

Mit dem Versprechen, für eine demokratische, transparente, ökologische und solidarische Kommunalpolitik einzutreten, schloss Tabor seine Bewerbung und wurde nach großem Beifall aus der Versammlung als Bürgermeisterkandidat der Altdorfer SPD nominiert.

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