Bundestagswahl: Erste Wahlplakate im Landkreis

Mit Köpfen und Sprüchen Kampf um Wählergunst

Vor allem die CSU hat in Lauf mit ihren Plakaten die heiße Phase des Bundestagswahlkampfs eingeläutet. CSU-Direktkandidatin Marlene Mortler ist etwa vor der Ottokirche zu sehen. | Foto: Fischer2017/08/bundestagswahl-plakate-mortler-lauf.jpg

LAUF — Auch in Zeiten des Internets haben Wahlplakate offensichtlich noch ihre Berechtigung. Aufgehängt oder aufgestellt werden dürfen sie frühestens sechs bis sieben Wochen vor der Wahl. Seit diesem Wochenende sind die ersten Köpfe und Parteislogans auch im Landkreis zu sehen. Im Verhältnis zu Nürnberg aber zeigen sich die Parteien in den heimischen Orten noch sehr zurückhaltend. In Röthenbach beispielsweise findet sich noch überhaupt keine Plakatwerbung für die Bundestagswahl am 24. September.

In Lauf (aber auch nur hier) fallen seit dem Wochenende die blau-weißen Plakate der CSU auf. Direktkandidatin Marlene Mortler erhält hier Unterstützung durch die Bundeskanzlerin oder den bayerischen Innenminster Joachim Hermann, dem Spitzenmann der CSU bei dieser Wahl.

Extrem zurückhaltend zeigt sich noch die SPD im PZ-Land. Lediglich in Rückersdorf finden sich die ersten Abbildungen ihres Direktkandidaten Alexander Horlamus, der darauf, wenn sein muss, auch als Anhalter nach Berlin zieht, könnte man die Botschaft deuten. Immerhin ist Horlamus auf den großen Plakattafeln, die in Rückersdorf die Wahlwerbung ordnen sollen, derzeit noch allein auf weiter Flur präsent.

Der heimische SPD-Direktkandidat Alexander Horlamus ist noch ganz allein auf der großen Plakatwand in Rückersdorf. | Foto: Fischer2017/08/bundestagswahl-plakate-horlamus-spd.jpg

Während von den Grünen zwischen Schwaig und Lauf derzeit noch gar nichts zu sehen ist, wie auch von der AfD nicht, macht die FDP mit ihrem Spitzenmann, einem ganz traurig dreinblickenden Christian Lindner und griffigen Slogans, an der Ecke Hersbrucker Straße Briver Allee in Lauf auf sich aufmerksam.

Das Gesicht der FDP-Galionsfigur, Christian Lindner, grüßt in Lauf. | Foto: Fischer2017/08/bundesttagswahl-plakte-fdp-lindner-lauf-.jpg

Richtig Gas geben will offensichtlich die Linke im Kreis. Sie zeigt sich mit Slogans auf den Plakaten und Spitzenfrau Sahra Wagenknecht vor allem in Schwaig und Behringersdorf sehr aktiv und hat sich auch in Lauf etwa am Schlachthofplatz oder am Friedensplatz direkt vor Ampeln die besten Plätze gesichert.

Die Linke zeigt sich mit Slogans auf den Plakaten und Spitzenfrau Sahra Wagenknecht vor allem in Schwaig und Behringersdorf. | Foto: Fischer2017/08/bundestagswahl-plakate-linke-schwaig.jpg

Dabei dürfen Wahlplakate grund­sätzlich überall aufgestellt werden, aber nur, solange keine Gefährdung für andere besteht. So kann ein Plakat an einer Straßen­kreuzung unzulässig sein, da es die Autofahrer ablenken könnte.

Und die Werbebotschaft? Ja die Kritik am politischen Gegner darf durchaus überspitzt ausfallen. Man darf es nur nicht übertreiben. So muss die Menschen­würde beachtet werden. Zudem dürfen keine dif­famierenden oder strafbaren Äußerungen getätigt werden.

Verboten ist es, Wahlplakate abzureißen oder zu zerstören. Wer das tut, macht sich strafbar.

N-Land Clemens Fischer
Clemens Fischer