Heute leuchtet der Landkreis

Martinszüge „light“ im Nürnberger Land

Die "Affenbande" – die Hortgruppe des Haus für Kinder Krempoli in Schönberg, sind bereits am Dienstag auf Martinszug gegangen. | Foto: Haase2021/11/MartinsumzugSchonbergRH2-scaled.jpg
NÜRNBERGER LAND – Laterne, Laterne, Sonne, Mond und … Corona-Maßnahmen: Während derzeit wieder viele Veranstaltungen auf Grund der steigenden Corona-Zahlen abgesagt werden müssen, gibt es immerhin eine positive Nachricht: Heute werden im gesamten Nürnberger Land wieder leuchtende Laternen durch die Straßen ziehen, denn die bei. groß und klein beliebten Umzüge zum Sankt Martinstag dürfen stattfinden, so das Bayerische Familienministerium. Die meisten Kindergärten setzen aber auf eine „abgespeckte“ Version. Traditionell haben die Kinder des Evangelischen Haus für Kinder Krempoli in Schönberg auch heuer wieder ihre Laternen gemeinsam mit Papa oder Mama im Kindergarten gebastelt – dieses Mal aber mit Abstand, Maske und unter Einhaltung der 3G-Regelung. Ob sie dann ihre Werke später auch gemeinsam in einem Umzug zu Ehren des heiligen Bischofs Martin von Tours vorführen können, stand allerdings noch in den Sternen.

Okay vom Familienministerium

Das Okay gab das Bayerische Familienministerium dann aber am vergangenen Freitag: „Dank der vielen Menschen, die sich inzwischen vollständig gegen das Coronavirus haben impfen lassen, sind Laternenumzüge am Martinstag in diesem Jahr wieder möglich“, teilte das Ministerium mit. Da die Martinsfeste draußen stattfänden, könnten sie mit „verhältnismäßig wenigen Einschränkungen“ durchgeführt werden.
Monster und Blätterlaternen haben die Kinder des Haus für Kinder Krempoli in Schönberg unter anderem gebastelt. /Foto: Haase2021/11/MartinsumzugSchonbergRH3-scaled.jpg
„Im Prinzip sind die Laternenumzüge von der Fachaufsicht der Kindertageseinrichtungen für alle Kitas im Nürnberger Land erlaubt“, sagt auch Alexandra Hauck-Lippert, Hausleitung des Evangelischen Haus für Kinder Krempoli in Schönberg. „Aber wir sind eine große Einrichtung mit 152 Kindern, deshalb haben wir uns gegen einen gemeinsamen Umzug entschied. Stattdessen bleiben wir innerhalb der Bereiche. Wir haben alles auf das Pandemie-Geschehen abgestimmt“. Bereits in den vergangenen Tagen sahen die Schönberger leuchtende Lichtpunkte von der Schönberger Dorfmitte aus in Richtung Waldhaus marschieren. Am Dienstagabend brach zum Beispiel „die Affenbande“ – so heißt die Hortgruppe – auf, um Bischoff Martin von Tours zu ehren. Der Legende nach hat er seinen Mantel an einem eisigen Wintertag mit einem frierenden Bettler geteilt.
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So wie die Kinder des Evangelischen Haus für Kinder Krempoli ziehen am heutigen Martinstag wieder unzählige andere Kinder mit ihren Laternen durch die Straßen, oder Wälder. / Foto: Krempoli

In Absprache mit dem Elternbeirat

Auch in Winkelhaid wird man am heutigen Donnerstagabend tanzende Lichtpunkte sehen, die ebenfalls in Grüppchen unterwegs sind. „Wir haben uns große Gedanken gemacht und das Thema mit dem Elternbeirat und dem Träger besprochen. Denn wenn etwas passiert, fällt das ja auf uns zurück“, sagt Leiterin Lydia Hofmeister. Die Eltern haben bereits Zuhause mit ihren Kindern gemeinsam Laternen gebastelt und warten nun voller Vorfreude darauf, dass sie sie heute Abend präsentieren dürfen.

Die Vorfreude ist groß

„Die Kinder freuen sich schon sehr darauf“, bestätigt auch Ina Schneider, Leiterin der städtischen Kindertagesstätte in Altensittenbach. In Absprache mit dem Elternbeirat habe man sich deshalb auch „zum Wohle der Kinder“ entschieden, einen Umzug durchzuführen – allerdings in abgespeckter Variante. „Wir treffen uns auf dem Gelände der Firma Löffler, singen Lieder, laufen einmal um den Sportplatz und das war es dann auch schon“, sagt sie. Der traditionelle Lebkuchenverkauf und das gemütliche Beisammensein im Anschluss müssen heuer allerdings – wie bereits im vergangenen Jahr – coronabedingt ausfallen. Eine Neuerung, die ganz im Sinne des Heiligen Sankt Martins sein dürfte, bringt die Pandemie allerdings mit sich: Damit sich keine Zuschauergrüppchen am Straßenrand zusammendrängen, dürfen die Eltern heuer meist Seite an Seite mit ihren Kindern im Zug mitlaufen.
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Der Schönberger Posaunenchor spielte den Kindergartenkindern des Evangelischen Haus für Kinder Krempoli am Schönberger Waldhaus sogar ein Ständchen. / Foto: Krempoli
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