Neues Bauwerk eingehoben

Malmsbacher Steg wird zur Brücke

Ein 500-Tonnen-Autokran war nötig, um das 43 Meter lange Bauteil einzuheben. Die Montage dauerte den ganzen Dienstag an. | Foto: Brinek2020/12/n-malmsbach-steg-schwaig-behringersdorf.jpg

SCHWAIG. Mit großem technischem Aufwand ist am Dienstag das rund 43 Meter lange Brückenteil für den neuen Malmsbacher Steg auf die seit Wochen fertigen Auflager im Böschungsbereich der Pegnitz zwischen Schwaig und Behrin­gersdorf eingehoben worden. Die Montage mit einem tags zuvor zusammengebauten 500-Tonnen-Autokran dauerte den ganzen Tag an. Die neue Brücke wird voraussichtlich erst im Laufe des Mittwochs begehbar sein.

Vor dem Einbau mussten umfangreiche vorbereitende Arbeiten durchgeführt werden, die fast drei Wochen in Anspruch nahmen. Die Zufahrt im Pegnitzgrund auf der Behringersdorfer Seite sowie Standflächen vor der Baustelle wurden verfestigt und der Weg vor allem auch in den Kurven verbreitert. Weiter wurden am Abzweig von der Schwaiger Straße zum Forstweg rechts der Pegnitz Stahlplatten verlegt, damit die Tieflader nicht spitzwinklig einfahren mussten. All diese „Bauten“ werden nach erfolgter Montage wieder zurückgebaut.

Schwierige Anlieferung

Eine weitere Schwierigkeit war die Anlieferung des riesigen Brückenteils. Der Tieflader-Konvoi mit dem rund 50 Tonnen schweren Koloss startete gegen 22 Uhr am Montag in Furth im Wald auf dem Betriebsgelände der Firma Mühlbauer Stahl- und Metallbau GmbH. Gegen 2 Uhr kam der fast vier Meter breite und über 43 Meter lange Schwertransport unter Polizeibegleitung in Behringersdorf an. Für die Zufahrt zum Autokran in Malmsbach auf dem relativ schmalen Weg im Pegnitzgrund war Millimeterarbeit nötig, damit die Fahrzeuge nicht vom befestigten Weg abkamen und im Boden versanken.

Am Einbauort angekommen, wartete schon der 500-Tonnen-Autokran auf die Last. Es dauerte im Regen noch fast zwei Stunden bis der Stahlsteg gehoben wurde und dann auf die fertige Unterkonstruktion eingeschwenkt werden konnte. Inzwischen fanden sich immer mehr Zaungäste ein, die diese spektakuläre Aktion beobachteten.

Stahlkonstruktion soll 100 Jahre halten

Der ehemalige Malmsbacher Steg war dringend erneuerungsbedürftig. So stand der Schwaiger Gemeinderat vor der Entscheidung, wieder einen Holzsteg mit rund 20 Jahren Lebensdauer oder eine Überquerung zu schaffen, die moderne Standards erfüllt. Man entschied sich für eine Stahlkonstruktion, die als Rad- und Fußweg genutzt werden kann.
Auch deshalb wurde die Breite der Fahrbahn zwischen den Geländern auf drei Meter ausgedehnt. Daraus folgte eine Bauwerksbreite von 3,60 Meter. Durch den Wegfall des bisherigen Mittelpfeilers sammelt sich auch kein Treibgut mehr an und ein guter Durchfluss der Pegnitz ist gewährleistet.

Eigentlich sollte die Überquerung bereits im November fertiggestellt sein (die Pegnitz-Zeitung berichtete). Doch Schwierigkeiten bei der Lieferung der Auflager und Probleme mit dem Verzinken verzögerten die Fertigstellung der Brücke.

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